Hearn fordert white zum boxkampf heraus – um 30 millionen dollar?

Ein Schlagabtausch der Superlative in der Welt des Sports: Eddie Hearn, einer der bekanntesten Boxförderer, hat Dana White, den Präsidenten der UFC, zu einem persönlichen Boxkampf herausgefordert. Die Eskalation einer seit Wochen schwelenden Rivalität könnte zu einem der medial stärksten Events der letzten Jahre führen – wenn es denn tatsächlich kommt.

Der beginn der feindschaft: conor benn und tom aspinall

Die Spannungen zwischen Hearn und White sind längst kein Geheimnis mehr. Der jüngste Auslöser für Hearns provokanten Vorschlag ist die Verpflichtung des britischen Boxers Conor Benn durch Zuffa Boxing, Whites eigene Promotionsfirma. Hearn, der zuvor eine enge Beziehung zu Benn pflegte, soll sich durch diesen Schritt übergangen und hintergangen fühlen. Das Fass zum Überlaufen brachte dann Hearns eigene Verpflichtung des schwedischen Schwergewichtlers Tom Aspinall, einem UFC-Kandidaten, mit dem White ebenfalls kein gutes Verhältnis hat. Hearn unterstrich dabei, dass die UFC ihren Kämpfern nicht immer die besten Bedingungen biete.

Netflix, ppv und ein millionenpublikum

Netflix, ppv und ein millionenpublikum

Hearn schätzt, dass ein Kampf gegen White auf Netflix ausgestrahlt werden könnte und ein PPV-Publikum von mindestens einer Million Zuschauern generieren würde. Er rechnet mit Einnahmen in Höhe von 30 Millionen Dollar pro Mann. “Er nennt mich einen Feigling, also soll er ins Ring steigen und es mir beweisen!”, polterte Hearn in einem Interview mit IFLTV. Die Idee, dass die beiden Prominenten, die sich durch ihre aggressive Art und ihre Fähigkeit zur Selbstvermarktung einen Namen gemacht haben, im Ring aufeinandertreffen, ist verlockend – auch wenn die Wahrscheinlichkeit gering ist.

Ein geschäftliches spiel?

Ein geschäftliches spiel?

Trotz der hitzigen Rhetorik deuten viele Beobachter an, dass es sich bei Hearns Herausforderung eher um eine geschickte Marketingstrategie als um einen ernsthaften Wunsch nach einem Boxkampf handelt. Beide Promoter haben bereits eine beeindruckende Karriere hinter sich und ihre Unternehmen generieren Millionenbeträge. Ein Kampf gegen den jeweiligen Konkurrenten würde lediglich die Aufmerksamkeit auf ihre jeweiligen Organisationen lenken und die Popularität ihrer Kämpfer steigern. White hat in der Vergangenheit bereits Hearns Namen genutzt, um seine eigene Promotionsfirma zu bewerben. Es ist gut möglich, dass Hearn nun auf diese Taktik revanchiert.

Wer braucht schon einen kampf?

Wer braucht schon einen kampf?

Letztendlich scheinen beide Seiten mehr von der PR-Möglichkeit als von den potenziellen Einnahmen zu profitieren. Die Rivalität zwischen Hearn und White ist ein Spiegelbild des Wettbewerbs zwischen Boxen und MMA, der seit Jahren um die Vorherrschaft im Kampfsport kämpft. Ob diese Rivalität jemals zu einem echten Kampf führen wird, bleibt abzuwarten. Wahrscheinlicher ist, dass die beiden Promoter weiterhin ihre Schlagabtäusche in den Medien austragen werden – und dabei die Fans unterhalten.