Hc ambri-piotta: chaos und neuanfang in der leventina!

Der HC Ambri-Piotta hat eine Saison hinter sich, die so turbulent war, dass selbst erfahrene Eishockeyfans den Kopf schütteln. Trainerwechsel, ein neuer Präsident, der plötzliche Abschied von Chris DiDomenico – die Biancoblù kämpften nicht nur auf dem Eis, sondern auch hinter den Kulissen mit inneren Unruhen.

Weibel räumt auf: der fokus liegt auf stabilität

Nun heißt es: Frisch durchstarten. Der neue Sportchef Lars Weibel hat vor sich eine Mammutaufgabe, um dem Chaos ein Ende zu setzen und eine neue Ära einzuleiten. Gute Nachrichten gibt es in puncto Trainer: Jussi Tapola hat einen neuen Dreijahresvertrag erhalten, ein klares Zeichen für Kontinuität, gerade in diesen unsicheren Zeiten. Ob dies ausreicht, um die sportlichen Probleme zu lösen, wird die kommende Saison zeigen.

Die Personalie Joly: Eine Fragezeichen Ein besonderer Fokus liegt auf Michael Joly. Der Topscorer der vergangenen Saison steht ebenso vor einem ungewissen Zukunft, wie Alex Formenton. Beide hatten maßgeblichen Anteil am erfolgreichen Playoff-Abschluss, aber ihre Entscheidung für oder gegen einen Verbleib wird entscheidend für die Ambitionen des Teams sein. Die Frage ist, ob sie trotz des turbulenten Umfelds in der Leventina bleiben wollen.

Verteidigung in der pflicht: nur fünf spieler unter vertrag

Verteidigung in der pflicht: nur fünf spieler unter vertrag

In der Verteidigung sieht es noch kritischer aus. Aktuell sind lediglich fünf Spieler für die kommende Saison gebunden. Die erfahrenen Tim Heed und Jesse Virtanen gehören zwar zu den Säulen der Mannschaft, aber auch hier muss Weibel schnell handeln, um die Abwehr zu verstärken. Dass Luc Bachmann, Dario Wüthrich und Isacco Dotti ebenfalls bleiben, gibt zumindest etwas Stabilität.

Das Torwartduo Gilles Senn und Philip Wüthrich sind zwar weiterhin im Verein, aber ihre Leistungen waren in der Vergangenheit nicht immer konstant. Die zweitschlechteste Defensive der Liga spricht Bände und verdeutlicht den dringenden Handlungsbedarf. Die Auftritte in den Playoffs, in denen Wüthrich mit einer Fangquote von 92 Prozent überzeugte, lassen jedoch auf eine mögliche Verbesserung hoffen – allerdings gegen das schwächste Team der Liga, Ajoie.

Neuzugang Kodytek soll frischen Wind bringen Ein Lichtblick ist die Verpflichtung des Tschechen Petr Kodytek, der mit 39 Scorerpunkten in seiner letzten Station in Finnland auf sich aufmerksam machte. Er könnte der Offensive der Biancoblù neuen Schwung verleihen. Allerdings müssen die Verantwortlichen unbedingt dafür sorgen, dass auch in der Offensive wieder mehr Konstanz reinkommt.

Die Abgänge von Dominic Zwerger, Dario Bürgler und Chris DiDomenico hinterlassen eine große Lücke im Team, sowohl sportlich als auch menschlich. Zwerger war nicht nur ein Leistungsträger, sondern auch eine feste Größe im Verein, Bürgler eine Identifikationsfigur mit der