Havertz entscheidet: arsenal gewinnt in lissabon – aber der stürmer dämpft die euphorie

Lissabon bebte fast, als Kai Havertz in der Nachspielzeit das Tor zum 1:0 für Arsenal im Viertelfinal-Hinspiel der Champions League erzielte. Der Jubel kannte keine Grenzen, doch der deutsche Nationalstürmer ließ die Gunners nicht in Selbstgefälligkeit verfallen.

Ein sieg, der noch nicht alles ist

Ein sieg, der noch nicht alles ist

Die Atmosphäre im Estadio José Alvalade war elektrisierend, als Havertz den Ball im Netz versenkte. Mikel Arteta, der Coach von Arsenal, lobte seinen Matchwinner: „Wenn man diese Phase der Saison erreicht hat, muss jeder seinen Beitrag leisten. Kai liebt solche entscheidenden Momente.“ Doch Havertz selbst betonte nach dem hart erkämpften Sieg, dass die Aufgabe noch lange nicht abgeschlossen ist. „Fußball ist für solche Momente gemacht“, erklärte er, „ein spätes Tor ist immer toll.“

Aber die Erleichterung stand im Vordergrund. Die Gunners hatten am vergangenen Samstag eine bittere Pleite gegen den Zweitligisten FC Southampton im FA Cup hinnehmen müssen. Dieser Erfolg in Lissabon war somit ein wichtiges Signal und ein Stimmungsaufheller für die Mannschaft. „Definitiv eine große Wende für uns, denn wir haben die letzten beiden Spiele verloren. Wir halten zusammen“, so Havertz.

Seine Formkurve zeigt nach oben: Nach schwierigen Wochen und einigen Verletzungen scheint Havertz allmählich wieder in die Spur zu finden. „Es sind noch sieben Wochen zu spielen, und wir können große Titel gewinnen – genau das streben wir an.“ Arsenal führt die Premier League an und träumt in der Champions League vom ersten Henkelpott der Vereinsgeschichte. Die kommenden Wochen werden entscheidend sein.

Die Fans in London dürfen sich auf ein spannendes Rückspiel am 15. April freuen (21.00 Uhr/DAZN), doch Havertz mahnt zur Vorsicht. „Wir nehmen das Resultat mit. Aber wir haben in der kommenden Woche noch viel Arbeit vor uns.“ Denn ein Auswärtssieg ist in der Champions League nur die halbe Miete. Arsenal muss in London seine Stärken zeigen und die Partie kontrollieren, um den Einzug ins Halbfinale tatsächlich zu realisieren. Die Reise nach Lissabon war ein Schritt in die richtige Richtung, aber der Weg zum Henkelpott ist noch lang und steinig.