Hansa rostock: chef schreit aus – zwei spiele strafe!

Amir Shapourzadeh, der Leiter Profifußball bei Hansa Rostock, hat sich erneut mit dem DFB-Sportgericht angelegt und dafür gleich zwei Drittliga-Spiele Strafe bekommen. Seine ironische Reaktion auf den Platzverweis am Samstag ist nur die Spitze des Eisbergs einer Saison voller Kontroversen.

Ein fehlverhalten, das die nerven kostet

Es ist kein Geheimnis, dass Shapourzadeh eine aufbrausende Persönlichkeit ist. Bereits im Februar musste er für eine Partie zusehen, nachdem er nach dem Spiel gegen 1860 München lautstark den Schiedsrichter Luca Jürgensen attackiert hatte. Nun folgte die nächste Eskalation im Ostseestadion gegen den SSV Jahn Regensburg. In der Nachspielzeit der ersten Halbzeit, als der Rostocker Verteidiger Viktor Bergh nach einem Kopfstoß von Benedikt Saller liegen blieb und der Unparteiische Lennart Kernchen das Spiel ungehindert weiterlaufen ließ, platzte Shapourzadeh der Kragen. Er wurde des Feldes verwiesen – und nun mit einem Innenraumverbot für zwei weitere Spiele belegt.

Was genau geschah? Rostocks Perspektive ist klar: Ein klarer, unsportlicher Akt des Gegners, der ungesühnt blieb und zu einem Eigentor führte. Shapourzadeh sah Rot, der Ärger war ihm ins Gesicht geschrieben. Ob die Reaktion angemessen war, sei dahingestellt, aber die Frustration des Verantwortlichen ist nachvollziehbar.

Auswärtssperre und der blick nach vorn

Auswärtssperre und der blick nach vorn

Das Innenraumverbot gilt für das Auswärtsspiel in Aachen am kommenden Samstag und das letzte Heimspiel der Saison gegen den VfB Stuttgart II. Eine bittere Pille für Hansa Rostock, das sich in der Tabelle um wichtige Punkte kämpfen muss. Das Halbfinale im Landespokal gegen den Greifswalder FC ist davon ausgenommen – hier kann Shapourzadeh zumindest von der Seitenlinie aus mitfiebern.

Ein Innenraumverbot bedeutet, dass Shapourzadeh während des Spiels weder im Stadioninneren, noch in den Umkleidekabinen, im Spielertunnel oder in den Kabinengängen anwesend sein darf. Er darf in dieser Zeit weder unmittelbar noch mittelbar Kontakt mit der Mannschaft aufnehmen. Eine harte Strafe, die der 43-Jährige nun hinnehmen muss.

Die Entscheidung des DFB-Sportgerichts ist rechtskräftig. Ob Shapourzadeh aus dieser Affäre gestärkt hervorgeht oder ob weitere Konsequenzen folgen, bleibt abzuwarten. Eines ist jedoch klar: Seine Ausbrüche kosten Hansa Rostock nicht nur sportlich, sondern auch das Ansehen des Vereins.