Hannover verpasst sprung auf platz zwei – elversberg im aufstiegsrausch!

Schalke 04, die Fortuna und der HSV haben in den letzten Wochen bereits ihre Tickets für die nächste Saison in der Bundesliga gelöst. Doch im Niemeyerslager herrschte heute Enttäuschung: Hannover 96 hat beim VfL Bochum die Chance vergeben, den zweiten Tabellenplatz in der 2. Bundesliga zu erobern. Ein müder Auftritt der Niedersachsen führte zu einem 1:1, während Elversberg nun den Aufstieg selbst in die Hand nehmen kann.

Die chancenverfehlung im detail

Eine Woche nach dem dramatischen Unentschiedengegen Münster wirkte Hannover angeschlagen. Bochum, bereits gerettet, zeigte sich in der Anfangsphase gut organisiert und ließ die Gäste kaum zu Torchancen kommen. Die hohe Ballbesitzquote, die für 96 unter Christian Titz typisch ist, brachte diesmal wenig ein. Erst nach Wiederbeginn sorgte ein Kopfball von Maik Nawrocki (50.) für die Führung, doch diese währte nur kurz. Farid Alfa-Ruprecht gelang mit einem sehenswerten Treffer (55.) prompt der Ausgleich. Die Folge: Ein Punkt, der zwar nicht schlecht ist, aber angesichts der Konkurrenz bitter schmeckt.

Elversberg schnappt sich die vorreiterrolle

Elversberg schnappt sich die vorreiterrolle

Die Situation ist klar: Gewinnt Elversberg am Sonntag gegen Düsseldorf, ist der Aufstieg in die Bundesliga quasi perfekt. Alle 59 Punkte wären dann erreicht. Hannover hingegen, das im Fernduell mit Paderborn um den Relegationsplatz kämpft, müsste auf einen Ausrutscher der Elzern hoffen, um überhaupt noch eine Chance zu haben. Die Tordifferenz spielt dabei eine entscheidende Rolle. 96 hat im Moment das Nachsehen.

Titz

Titz' taktik: ballbesitz ohne durchschlagskraft

Christian Titz muss sich fragen lassen, warum seine Mannschaft in Bochum so wenig Gefahr erzeugte. Die Taktik des Ballbesitzfußballs scheint gegen defensiv eingestellte Gegner wie den VfL zu versagen. Es fehlte an Kreativität und Präzision im letzten Drittel. Bochum hingegen verteidigte diszipliniert und nutzte die Gelegenheiten, die sich boten. Die Mannschaft von Interimstrainer Cheema zeigte, dass sie auch ohne Druck Spiele kontrollieren kann.

Die nächsten Tage werden entscheidend sein für Hannover 96. Die Mannschaft muss sich schnellstens wiederfinden und in den verbleibenden Spielen der Saison ihre beste Leistung zeigen, um den Traum von der Bundesliga am Leben zu erhalten. Denn eines ist klar: Der Kampf um die Relegationsplätze ist noch lange nicht entschieden.