Hankofen-hailing droht der abstieg – dorfclub stemmt sich mit dorfbuam-spirit dagegen

14 Punkte aus 22 Spielen, Platz 20, Rückstand auf das rettende Ufer fünf Zähler – für die SpVgg Hankofen-Hailing tickt die Uhr im Kampf gegen den Abstieg aus der Regionalliga Bayern. Doch Trainer Tobias Beck stemmt sich mit verbissener Ruhe gegen die drohende Schmach: „Aufgeben war in Hankofen noch nie eine Option.“

Der dorfclub zwischen angst und hoffnung

Die Zahlen sind gnadenlos. Drei Mal kam der Aufsteiger in den letzten Wochen zurück, holte nur einen Punkt – und rutschte doch auf den letzten Tabellenplatz. Das 2:3 gegen Eichstätt am Dienstag war ein Spiegelbild der Saison: zweimal aufstehen, sich selbst kitzeln, dann doch der Knock-out in der Nachspielzeit. Beck nennt es „die Fehler in den 50:50-Situationen“. Das Dorf mit wenigen Hundert Seelen zittert.

Trotzdem steht am Samstag kein Gegner, sondern eine Finale-Ankündigung auf dem Programm: TSV Schwaben Augsburg kommt, der Drittletzte. Verlieren verboten. „Diese Partie müssen wir gewinnen“, sagt Beck und verspricht „frische Beine“. Nur David Löffler (Kreuzband) und Brian Wagner (Bauchmuskelzerrung) fehlen, Winterneuzugang Ante Banden darf wieder ran.

Abgänge schon jetzt besiegelt

Abgänge schon jetzt besiegelt

Während die Mannschaft um Luft ringt, arbeitet die Geschäftsstelle schon am Kader 2025/26 – und der droht lichter zu werden. Leistungsträger Samuel Pex wechselt als Spielertrainer zum FSV Landau/Isar, Sturmführer Andreas Wagner übernimmt beim TSV Mamming ebenfalls Coach und Co. Torwarttrainer Markus Mitterreiter verabschiedet sich nach acht Jahren. Bestes Team-Torjäger Tobias Lermer (sechs Tore) ist heiß begehrt, Rechtsverteidiger Daniel Rabanter könnte folgen. Beck weiß: „Wir brauchen neue Gesichter, aber erst mal Luft.“

Der Restplan ist ein Gruselkalender: Auswärts bei den Würzburger Kickers, bei SpVgg Unterhaching, beim Spitzenreiter 1. FC Nürnberg II und daheim gegen den FV Illertissen. Die Top-Vier warten, zwölf Spiele bleiben. Die Rechnung ist simpel: Wer jetzt nicht punkten will, muss im Mai über Relegation bangen – oder in die Bayernliga absteigen.

Beck glaubt trotzdem an die Wende. „Wir sind stabiler geworden, jeder ist bereit, alles zu geben.“ Die Moral stimmt, sagt er, und die Dorfbuam hätten schon öfter bewiesen, dass sie mit dem Rücken zur Wand erst richtig spielen. Die Frage ist nur, ob der Reißinger Bach am Ende der Saison noch Regionalliga-Plätschern hört – oder das Dorf sich wieder auf die Bayernliga einstimmt.