Hanfmann bricht sein wimbledon-fluch: erster sieg nach drei niederlagen
Der Fluch ist gebrochen. Yannick Hanfmann hat endlich das Unmögliche geschafft: Der Karlsruher hat bei seinem vierten Anlauf an der Church Road die erste Runde überstanden. Gegen den französischen Aufschlagriesen Giovanni Mpetshi Perricard kämpfte sich der 34-Jährige zu einem hart erkämpften 6:7, 7:6, 6:2, 6:3 durch. 2:40 Stundendauerte das Drama auf Court 8.
Was diesen Sieg so besonders macht? Hanfmann musste sich gegen einen Gegner behaupten, der nach dem ersten Satz bereits zwölf Asse auf dem Konto hatte. Der Franzose serviert sich die Bälle regelrecht zu – doch Hanfmann ließ sich nicht verrückt machen.

Der tiefe fall im ersten satz, die wende im zweiten
Der erste Durchgang endete im Tiebreak mit 6:8. Unglücklich, aber nicht tödlich. Hanfmann behielt die Nerven. Im zweiten Satz stand er erneut im Tiebreak – diesmal bei 9:9. Ein packendes Finish, das er für sich entschied. Von da an war der Bann gebrochen.
Die Statistik spricht eine klare Sprache: Nach dem Ausgleich dominierte Hanfmann. 6:2, 6:3 – die letzten beiden Sätze waren eine Demonstration seiner Erfahrung auf Rasen. Der Weltranglisten-56. bewies, dass er zu den geduldigen Spielern gehört, die wissen: Wimbledon ist ein Marathon, kein Sprint.
Jetzt wartet die nächste Herausforderung. Entweder Karen Chatschanow, die Nummer 19 des Turniers, oder der britische Außenseiter Billy Harris. Beide werden Hanfmann nicht unterschätzen – nicht nach diesem Kampfgeist.
Für Deutschland bleibt Wimbledon lebendig. Neben Hanfmann steht auch Jan-Lennard Struff in Runde zwei, der am Montag einen „dreckigen Sieg
