Handball-wm 2028: deutschland droht horrorgruppe – auslosung entscheidet über em-traum

Die Handball-Europameisterschaft 2024 ist noch warm, da zeigt der Kalender schon wieder Zähne. Am 26. März zerbröselt in Lissabon die Hoffnung auf ein leichtes Ticket für die EM 2028 – und die deutsche Nationalmannschaft kann nur zusehen. 32 Nationen ringen um 20 Plätze, acht Vierergruppen, ein Lostopf voller Zündstoff.

Deutschland liegt in topf 1 – und das ist kein garant für ruhe

Frankreich, Kroatien, Norwegen – die großen Namen sitzen neben Deutschland im ersten Lostopf. Doch die wirklichen Brocken lauern tiefer. Österreich, Serbien, die Färöer – sie alle warten in Topf 2. Eine Gruppe mit Norwegen, Serbien, Deutschland und Kosovo wäre kein Albtraum, sondern eine realistische Möglichkeit. Die Folge: schon im November 2026 geht’s Schlag auf Schlag, sechs Spieltage, kein Platz für Experimente.

Die Regelung für die Drittplatzierten ist ein Zwitter aus Mathe und Machtkalkül. Nur die Spiele gegen die beiden Gruppenbesten zählen für die Rangliste der vier besten Dritten. Ein 25:25 in Skopje kann deshalb wichtiger sein als ein 40:20 gegen Estland. Wer das versteht, versteht auch, warum Trainer Alfred Gíslason schon jetzt Excel-Tabellen wälzt.

Abstieg statt abstecher: das ende für vier mannschaften

Abstieg statt abstecher: das ende für vier mannschaften

Während sich oben rumtanzt, droht unten der Absturz. Die vier schwächsten Gruppenletzten müssen 2029 in die Promotion-Runde für die EM 2030 – ein Mini-Turnier ohne Netz und doppelten Boden. Für kleine Handball-Nationen wie Luxemburg oder Lettland ist das ein Schritt zurück in die Amateurliga. Für Deutschland ein Schreckgespenst, das niemand ausschließen will.

Geplant ist, dass die Quali zwischen November 2026 und Mai 2027 abgerissen wird – mitten in den deutschen Hallen-Höchstzeiten. Die Clubs werden ihre Stars hergeben müssen, ob sie wollen oder nicht. Die Bundesliga droht, zum halben Jahr zur Leihgabe der Nationalteams zu werden.

Spanien, Portugal, die Schweiz und Titelverteidiger Dänemack sind bereits aus dem Rennen – sie spielen stattdessen den EHF EURO Cup. Für sie ist die Quali ein Schaulaufen, für Deutschland ein Kampf ums Überleben. Die Frage ist nicht, ob die Mannschaft bereit ist. Die Frage ist, ob sie bereit sein muss, bevor der erste Ball rollt.