Handball-schock: gislason schimpft nach dänischer demütigung!

Kopenhagen – Die deutsche Handball-Nationalmannschaft hat eine bittere Heimniederlage gegen Dänemark hinnehmen müssen und steht vor einer Mammutaufgabe, um die WM vor eigenem Publikum gerettet zu sehen. Nach dem 28:36 (13:21) am Freitagabend in Kopenhagen ließ Bundestrainer Alfred Gislason seiner Mannschaft nichts mehr aus der Wäsche schleudern.

„Sehr dumme fehler“ kosten deutschland die führung

Die erste Halbzeit war ein Desaster für die DHB-Auswahl. Fehlwürfe in höchster Regelmäßigkeit, vergebene Großchancen und eine schwache Torhüterleistung – die Gründe für den Rückstand waren vielfältig. Gislason sprach Klartext: „In der ersten Halbzeit haben wir wirklich sehr dumme Fehler gemacht. Das ist auf diesem Niveau nicht akzeptabel.“ Das Sieben gegen Sechs funktionierte überhaupt nicht, und auch technische Mängel und unsaubere Pässe trugen zum Debakel bei.

Nils Lichtlein brachte die Stimmung in der deutschen Delegation auf den Punkt: „Ich glaube, das wäre für alle im Handball wichtig, mal zu sehen, dass Dänemark auch mal patzt.“ Doch an diesem Abend war es nicht der Tag, an dem die dänische Übermacht nachließ. Die Abwehrleistung der Deutschen wurde von Gislason hingegen positiv hervorgehoben. „Über die gesamte Spieldauer war sie sehr gut, in der zweiten Halbzeit sogar überragend. Wir sind erst auf drei Tore aufgerückt, um das dann wieder zu verschenken.“

Chance zur wiedergutmachung in köln

Chance zur wiedergutmachung in köln

Am Sonntag (15.30 Uhr/ProSieben, Joyn und Dyn) bietet sich Deutschland in der Kölner Lanxess Arena die Chance zur Wiedergutmachung. Ein schnelles Wiedersehen mit den Dänen steht an, wobei die DHB-Auswahl nun zeigen muss, ob sie die Lehren aus der Kopenhagener Klatsche gezogen hat. Ein Lichtblick für die deutsche Mannschaft: Der Welthandballer Mathias Gidsel wird ausfallen, ebenso Magnus Saugstrup. Das könnte eine Gelegenheit für andere Spieler sein, sich zu beweisen.

Acht Monate vor dem Start der Heim-WM muss die Mannschaft um Alfred Gislason dringend an ihrer Konstanz arbeiten. Der letzte deutsche Sieg gegen Dänemark liegt schon über einem Jahrzehnt zurück – eine Schmach, die nun beendet werden muss. Die Frage ist, ob Gislason, dessen Vertrag 2027 ausläuft, die richtigen Antworten parat hat, um das Ruder herumzureißen. Die Fans in Köln werden mit Spannung gespannt sein, ob die DHB-Auswahl endlich wieder ein Zeichen setzen kann.

Die Zahl spricht für sich: 36 Gegentore in einem einzigen Spiel – ein Alarmsignal für den deutschen Handball.