Handball-schock: deutschland vor dem fall gegen dänemark?

Kopenhagen – Die deutsche Handball-Nationalmannschaft steht vor einem Scherbenhaufen. Nach der deutlichen 28:36-Pleite gegen Dänemark im ersten Länderspiel des Doppelpacks muss Bundestrainer Alfred Gislason nun schleunigst eine Kehrtwende einleiten, wenn die Ambitionen für die Heim-WM im kommenden Jahr nicht völlig verpuffen sollen.

Die erste halbzeit: ein desaster in kopenhagen

Die Vorstellung der DHB-Auswahl in Kopenhagen war schlichtweg erschreckend. Vor allem in der ersten Halbzeit offenbarte das Team zahlreiche Schwächen. Fehlwürfe in höchster Regelmäßigkeit, vergebene Großchancen und eine schwache Torhüterleistung – die Liste der Defizite ist lang. „In der ersten Halbzeit haben wir viel zu viele Fehlwürfe gehabt – wirklich auch viele klare Chancen, die wir nicht genutzt haben“, analysierte Gislason unzufrieden. Die dänische Überlegenheit war bereits zur Pause deutlich erkennbar (13:21).

Was niemand so recht sehen wollte: Auch das taktische System gegen Sechs funktionierte überhaupt nicht. Die Abwehr, die in der zweiten Halbzeit zwar deutlich besser wurde und Gislason lobte sie als „sehr gut“ bis „überragend“, konnte den Schaden nicht mehr beheben. Leichte technische Unsauberkeiten und dumme Fehlpässe rundeten das Bild ab. „Sehr dumme Fehler“, wie der Bundestrainer feststellte, kosteten Deutschland die Partie.

Die frage nach gislasons zukunft und die hoffnung auf köln

Die frage nach gislasons zukunft und die hoffnung auf köln

Acht Monate vor dem Start der Heim-WM muss Deutschland dringend anfangen, sich zu fangen. Die jüngste Niederlage unterstreicht die Diskrepanz zwischen Anspruch und Realität. Die Frage nach der Zukunft des Bundestrainers, dessen Vertrag 2027 ausläuft, wird angesichts der anhaltenden Probleme immer lauter. Gislason selbst schiebt diese Fragen vorerst beiseite, konzentriert sich auf die sportlichen Aspekte.

Ein Hoffnungsschimmer: Am Sonntag (15.30 Uhr) folgt das Wiedersehen in Köln. Das Duell in der Lanxess Arena bietet Deutschland die Chance zur Revanche. Positiv zu vermerken ist, dass die deutsche Abwehr über die gesamte Spieldauer hinweg solide war. Allerdings muss die Mannschaft in Köln deutlich verbessert aufspielen, um den Dänen Paroli bieten zu können. Das Fehlen von Mathias Gidsel und Magnus Saugstrup bei den Gästen könnte Deutschland dabei helfen, sich neu zu fokussieren.

Die Uhr tickt für die deutsche Handball-Nationalmannschaft. Die kommenden Wochen werden entscheidend sein, um den Fehlstart wettzumachen und die Fans vor der Heim-WM wieder von den eigenen Kräften zu überzeugen. Die Bilanz spricht eine deutliche Sprache: Der bislang letzte deutsche Sieg gegen Dänemark liegt schon über zehn Jahre zurück – ein Fakt, der die aktuelle Situation umso dramatischer macht.