Handball-damen: spanien feilt an identität – nachwuchs im blick

Die spanische Handball-Nationalmannschaft der Damen hat sich bereits vorzeitig für die Europameisterschaft 2026 qualifiziert. Nun stehen zwei Partien gegen Griechenland und Israel an, die über mehr als nur zwei Siege entscheiden: Es geht um die Verfeinerung des Spielsystems, das der neue Bundestrainer Joaquín Rocamora installieren will.

Fokus auf selbstreflexion statt neuer konzepte

Rocamora betonte, dass in den kommenden Spielen keine neuen Taktiken eingeführt werden sollen. Vielmehr geht es darum, die bereits etablierten Arbeitsweisen zu festigen und den Spielerinnen, die bisher weniger Einsatzzeit hatten, die Möglichkeit zu geben, sich einzuarbeiten. "Wir sind der Spiegel, in den wir uns betrachten müssen – nicht die Gegner", erklärte der Coach.

Die Spiele gegen Griechenland (Mittwoch, 14:45 Uhr in Kozani) und Israel (Sonntag, 18:00 Uhr in Bolaños de Calatrava) werden zwar als deutlich unterlegen eingeschätzt, doch Rocamora sieht darin eine willkommene Chance, die eigene Leistung kritisch zu hinterfragen. Es geht darum zu analysieren, was gut lief und wo es noch Verbesserungspotenzial gibt. Die Referenz muss dabei immer die eigene Mannschaft sein.

Verbesserungswille als schlüssel zum erfolg

Verbesserungswille als schlüssel zum erfolg

Rocamora zeigte sich bereits in den ersten beiden Spielen gegen Österreich beeindruckt von der Lernfähigkeit seines Teams. Der klare Sieg in Wien (24:29) und der noch deutlichere Erfolg in Algeciras (34:24) bestätigten den eingeschlagenen Weg. Die Fähigkeit, kontinuierlich an sich zu arbeiten und aus Fehlern zu lernen, sei der Schlüssel zum Erfolg.

Defensive als fundament

Defensive als fundament

Besonders hervorzuheben sind die Fortschritte in der Defensive, die Rocamora als tragende Säule für zukünftige Erfolge sieht. Die Abstimmung der Außenverteidigerinnen und die Orientierung der zentralen Spielerinnen haben sich von Spiel zu Spiel verbessert. Dies ist ein Bereich, in dem das Team weiter intensiv arbeiten muss.

Neue gesichter im team

Neue gesichter im team

Gegen Griechenland und Israel erhalten neue Spielerinnen die Chance, sich zu beweisen. Carmen Arroyo feiert ein Comeback im Nationalteam, während Aitana Santomé ihr Debüt geben wird. Rocamora ist überzeugt, dass beide Spielerinnen wertvolle Impulse geben können. Santomé, mit ihrer enormen Motorik, soll insbesondere in der Defensive Stabilität bringen. Arroyo, eine erfahrene Spielerin mit großem Potenzial, kann sowohl im Zentrum als auch als Spielmacherin eingesetzt werden.

Belén rodríguez – die vielversprechende nachwuchsspielerin

Besonders aufsehenerregend ist der Einsatz von Belén Rodríguez, einer 19-jährigen Talent, die bereits bei der Weltmeisterschaft der Jugend in China als Schlüsselspielerin brillierte. Rocamora bezeichnet sie als „Spielerin total“, die sowohl im Eins-gegen-Eins als auch in Kombinationen gefährlich ist. Sie soll vor allem im Zentrum und auf der linken Position eingesetzt werden, um Spielpraxis zu sammeln.

Mit dem Ziel, die Qualifikationsgruppe mit zwei Siegen abzuschließen, will Spanien zeigen, dass es auf dem richtigen Weg ist. Die kommenden Spiele werden entscheidend sein, um die Entwicklung des Teams zu beobachten und die Weichen für die Europameisterschaft 2026 zu stellen. Die Mannschaft hat sich ein klares Ziel gesetzt: sich kontinuierlich zu verbessern und den eigenen Anspruch zu erfüllen.