Handball-damen: spanien feilt an der identität – neue gesichter im blick!
Die spanische Frauen-Handballnationalmannschaft hat sich bereits frühzeitig für die EM 2026 qualifiziert. Nun stehen zwei Partien gegen Griechenland und Israel an, die über mehr als nur den Gruppensieg entscheiden: Es geht um die Verfeinerung des Spielsystems, das Bundestrainer Joaquín Rocamora installieren möchte.
Fokus auf die eigene entwicklung
Rocamora betonte, dass in den kommenden Spielen keine neuen Konzepte an den Tag gelegt werden sollen. Vielmehr geht es darum, die bereits etablierten Arbeitsweisen zu festigen und den Spielerinnen, die bisher noch nicht zum Einsatz kamen, die Möglichkeit zu geben, sich einzuarbeiten. "Wir sind unser eigener Spiegel“, erklärte der Coach. "Die Gegner sind irrelevant. Wir müssen uns selbst kritisch betrachten und analysieren, wo wir uns verbessern können.“
Die ersten beiden Begegnungen gegen Österreich (24:29 in Wien und 34:24 in Algeciras) boten bereits Anlass zur Genugtuung. Rocamora zeigte sich beeindruckt von der Auffassungsgabe und der Bereitschaft der Mannschaft, sich anzupassen. „Die Fähigkeit zur kontinuierlichen Verbesserung hat mir am meisten gefallen. Wir haben klare Arbeitsmuster vorgegeben, und das Team hat diese schrittweise verinnerlicht.“

Defensive als fundament des erfolgs
Besonders die Entwicklung in der Defensive, die Rocamora als tragende Säule für zukünftige Erfolge sieht, wurde hervorgehoben. „Wir wollen in der Defensive proaktiv agieren. Die Absicherung durch die Außenverteidigerinnen und die Orientierung der Rückraumspielerinnen haben sich von Spiel zu Spiel verbessert“, so der Trainer.

Neue gesichter im kader: arroyo, santomé und rodríguez
Für die Partien gegen Griechenland und Israel werden neue Spielerinnen in den Kader berufen. Carmen Arroyo feiert ein Comeback im Nationalteam, während Aitana Santomé ihr Debüt geben wird. Besonders im Auge behält Rocamora Belén Rodríguez, ein 19-jähriges Talent, das bei den Junioren-Europameisterschaften bereits mit ihren Leistungen überzeugte. "Belén ist eine Spielerin, die in der Lage ist, Vorteile zu generieren – sowohl im direkten Duell als auch im Zusammenspiel“, lobte Rocamora.
Die jungen Spielerinnen sollen nun die Chance erhalten, sich zu beweisen und einen Beitrag zum weiteren Fortschritt der Mannschaft zu leisten. Mit einem Sieg gegen Griechenland und Israel könnte Spanien die Qualifikationsphase für die EM 2026 mit einem perfekten Punktekonto abschließen und ein starkes Signal an die Konkurrenz senden. Die Reise nach Kozani und später nach Bolaños de Calatrava verspricht spannende Handball-Abende und wichtige Erkenntnisse für die Zukunft des spanischen Frauennationalteams.
