Handball-champions-league: deutsche teams vor neuer herausforderung!
Die Auslosung zur Handball-Champions-League hat für deutsche Klubs unterschiedliche Weichen gestellt. Während die etablierten Kräfte wie die Füchse Berlin und der SC Magdeburg ambitionierte Ziele verfolgen, steht die MT Melsungen als Debütant vor einer echten Bewährungsprobe. Die Frauenmannschaften von Borussia Dortmund und der HSG Blomberg-Lippe kämpfen gegen internationale Schwergewichte um den Einzug ins Viertelfinale.
Neuer modus, höhere ansprüche
Die Handball-Champions-League erlebt in der kommenden Saison eine signifikante Veränderung: Statt der gewohnten 16 Teams kämpfen nun 24 Mannschaften um den begehrten Titel. Diese Erweiterung des Teilnehmerfeldes führt zu einer komplexeren Gruppenphase und eröffnet deutschen Teams neue Möglichkeiten, sich zu beweisen. Die beiden besten Mannschaften jeder Gruppe ziehen direkt in die Champions-League-Hauptrunde ein, während die Dritt- und Viertplatzierten in der EHF European League weiterwirken. Die Hauptrunde wird dann in zwei Sechsergruppen ausgetragen, bevor die besten Vier der jeweiligen Gruppe das Final Four-Turnier in Köln erreichen.

Füchse berlin in „hammer-gruppe“
Die Füchse Berlin, bekannt für ihre ambitionierten Ziele und die herausragenden Leistungen in den letzten Jahren, wurden in der Gruppe A mit dem ungarischen Topklub Veszprém HC, dem portugiesischen Verein FC Porto und dem serbischen Herausforderer RK Partizan konfrontiert. Geschäftsführer Bob Hanning bezeichnete die Gruppe treffend als „Hammer-Gruppe“ und betonte die hohen Erwartungen an sein Team. Ein Duell, das die Fans mit Spannung erwarten, ist das Wiedersehen mit Veszprém, dem Gegner im Viertelfinale der vergangenen Saison. Die Füchse, angeführt vom unbestrittenen Superstar Mathias Gidsel, wollen erneut ins Finale einziehen. Trainer Nicolej Krickau ergänzt: „Es ist natürlich kein einfaches Los, Veszprém schon in der Gruppenphase zu bekommen. Darüber hinaus wird es spannend, zu Partizan mit ihrem neuen Projekt und nach Porto zu reisen. Die Chancen weiterzukommen, sind okay.“

Mt melsungen feiert debüt
Die MT Melsungen, frischgekrönt als EHF European League Champion, darf sich erstmals an der Champions-League-Bühne versuchen. In der Gruppe B trifft das Team auf HBC Nantes (Frankreich), Orlen Wisla Plock (Polen) und HC Vardar (Nordmazedonien). Vardar, der 2017 und 2019 den Titel gewann, stellt eine besondere Herausforderung dar. Sportvorstand Jesper Larsson betont die Demut und den Respekt, mit dem das Team die Aufgabe angehen wird: „Wir wollen die Gruppenphase erfolgreich überstehen und in die Hauptrunde einziehen. Dann sehen wir weiter.“

Sc magdeburg mit klaren zielen
Der SC Magdeburg, mehrfacher Champions-League-Sieger, peilt in der Gruppe F mit Industria Kielce (Polen), Kolstad Handball (Norwegen) und HC Kriens-Luzern (Schweiz) erneut den Titel an. Mit einem erfahrenen Kader und einem starken Trainerteam gilt der SCM als einer der Favoriten. Geschäftsführer Christian Eschweiler beurteilt die Gruppe positiv: „Das ist eine attraktive Gruppe. Wir treffen mit Kielce direkt auf ein sehr renommiertes Team, auch Kolstad hat sich in Norwegen einen Namen gemacht.“

Deutsche frauen kämpfen um chancen
Im Frauenbereich stehen Borussia Dortmund und die HSG Blomberg-Lippe vor schwierigen Aufgaben. Der BVB trifft in der Gruppe A auf starke Gegner wie Team Esbjeg und CSM Bucuresti, während die HSG Blomberg-Lippe in der Gruppe B auf Györ ETO KC und andere europäische Topteams trifft. Trotz der hohen Hürden wollen beide Mannschaften alles geben, um sich gegen die internationale Konkurrenz durchzusetzen.
Die Handball-Champions-League Saison 2026/27 verspricht spannende Duelle und emotionale Momente. Die deutschen Teams stehen vor neuen Herausforderungen, aber auch vor der Chance, ihre Stärke auf europäischer Bühne zu beweisen. Ob die ambitionierten Ziele erreicht werden können, wird sich in den kommenden Monaten zeigen.
