Handball: ehf stellt schiedsrichter-elite neu auf – deutsche ehrmann im expertenkreis
Die European Handball Federation (EHF) krempelt ihre Schiedsrichterstrukturen um. Nach einer Beschlussfassung im Januar wurde diese Woche die neue Ausrichtung des sogenannten Officiating Expert Committee (OEC) offiziell bekannt gegeben. Ein Schritt, der die Professionalisierung des Schiedsrichterwesens im europäischen Handball weiter vorantreiben soll.

Fokus auf regeln und innovation
Das OEC, bestehend aus sechs Experten, wird künftig die Spielregeln, ihre Weiterentwicklung und Auslegung im Blick haben. Eine Aufgabe von immenser Bedeutung, angesichts der Vielzahl an Handballspielen und Wettbewerben, die auf europäischer und nationaler Ebene stattfinden. Die EHF betont, dass die operativen Aufgaben, wie die Verwaltung, Nominierung und Ausbildung von Schiedsrichtern, weiterhin von den Mitarbeitern der Geschäftsstelle übernommen werden.
Ein entscheidender Aspekt der Neuerung ist die klare Verantwortungsverteilung innerhalb des OEC. Oyvind Togstad aus Norwegen übernimmt die Verantwortung für die Elite-Schiedsrichter und deren Bewertung. Jutta Ehrmann aus Deutschland wird sich speziell um die Belange der Schiedsrichterinnen kümmern – eine wichtige Anerkennung für die wachsende Bedeutung von Frauen im Schiedsrichterwesen. Für die Förderung von Schiedsrichtern aus aufstrebenden Nationen und der EHF Young Referees Initiative wird im Juni 2026 ein weiterer Experte benannt. Boris Milosevic (Kroatien) ist für die Regeln des Spiels und Innovation zuständig, während Denis Reibel (Frankreich) die Beurteilung und Ausbildung der Delegierten verantwortet.
Die neue Struktur tritt offiziell am 1. Juli 2026 in Kraft und stellt einen weiteren Schritt in der kontinuierlichen Verbesserung des europäischen Handballs dar. Das Ziel ist klar: eine faire, transparente und professionelle Schiedsrichterarbeit zu gewährleisten, die dem Sport und seinen Fans zugutekommt. Die Entscheidung, Jutta Ehrmann in den Expertenkreis zu berufen, unterstreicht zudem das Engagement der EHF für die Förderung von Frauen im Handball.
Die EHF setzt mit dieser Umstrukturierung ein deutliches Zeichen: Das Schiedsrichterwesen ist ein integraler Bestandteil des Erfolgs des europäischen Handballs und verdient höchste Priorität.
