Hamburg towers: der play-in-traum lebt – osterfeuerwerk gegen frankfurt!

Die Veolia Towers Hamburg haben es geschafft: Nach einer Saison, die mit 19 (!) Pflichtspielniederlagen in Folge begann, keimt neuer Hoffnung auf. Ein beeindruckendes Feuerwerk gegen die Frankfurt Skyliners beim Osterspiel lässt die Play-Ins der Easycredit Basketball Bundesliga plötzlich wieder im Bereich des Möglichen erscheinen. Mit einem klaren 97:75-Sieg (42:43 zur Halbzeit) katapultierten sich die Türme auf Platz zwölf und hinterließen ein beeindruckendes Bild.

Die magische zwölf ist gebrochen

Trainer Benka Barloschky hatte zuvor die magische Grenze von zwölf Siegen als Schlüssel zum Klassenerhalt ausgerufen. Diese Hürde ist nun genommen, und die Mannschaft kann sich nach dem dritten Erfolg in Serie nach neuen Zielen umsehen. Doch Barloschky bleibt besonnen: „Wir haben uns zum Ziel gesetzt, besser zu werden. Die zwölf Siege sind lediglich ein Nebenprodukt davon. Unser Mindset, die Fokussierung auf den Prozess und die Fähigkeit, nicht in Panik zu verfallen, haben uns aus der Ergebniskrise geholfen. Warum sollten wir das jetzt ändern?“

Ein schwacher start, ein fulminanter umschwung

Ein schwacher start, ein fulminanter umschwung

Nach den Supersiegen gegen Bayern und Oldenburg wirkten die Towers im ersten Viertel etwas nachlässig. Die Skyliners nutzten dies aus und gingen früh mit 24:13 in Führung. Doch die Hamburger zeigten Moral und kämpften sich zurück ins Spiel. Eine Auszeit von Barloschky brachte frischen Wind, und im zweiten Viertel übernahmen die Türme die Kontrolle. Ross Williams' eindringliche Worte zur Halbzeit – „Wir müssen immer den ersten Schlag ausführen“ – fanden sofort Wirkung.

Ein 14:0-Lauf ließ kaum eine Chance für Frankfurt. Die Türme dominierten das dritte Viertel mit einem beeindruckenden 29:13 und brachen den Widerstand der Gäste endgültig. Der Vorsprung wuchs zwischenzeitlich auf 31 Punkte, und Skyliners-Coach Klaus Perwas war gezwungen, eine Auszeit zu nehmen.

Williams im hexenkessel: „wir fühlen uns, als ob wir fliegen“

Williams im hexenkessel: „wir fühlen uns, als ob wir fliegen“

Bester Hamburger war Ross Williams mit 21 Punkten. Seine Leistung unterstreicht das neue Selbstvertrauen, das in der Mannschaft angekommen ist. „Jeder vertraut dem Mann neben sich. Das ist einfach ansteckend, und dann fühlt es sich an, als ob wir fliegen“, so der nur 1,78 Meter große Guard.

Tyger Campbell, Frankfurts kostbare Neuverpflichtung, erkannte die Niederlage mit Fassung an: „Genau wie wir die zwei Siege schnell vergessen haben, müssen wir diese Niederlage hinter uns lassen und uns auf das nächste Spiel konzentrieren.“ Ein anderes Kapitel schließt sich derweil in Frankfurt: Jaedon LeDee, dessen unrühmliches Ausscheiden noch in Erinnerung ist, hat einen neuen Arbeitgeber gefunden – die Liaoning Leopards in China, wo er bis zum Saisonende für eine stattliche Summe spielen wird. Die Türme hingegen blicken optimistisch in die Zukunft – der Play-In-Traum ist lebendiger denn je.