Hamann schießt scharf: bayerns champions-league-debakel und kompanys taktik

Der Schock über das Aus des FC Bayern in der Champions League gegen Paris St. Germain sitzt tief. Und Dietmar Hamann, der ehemalige Bayern-Profi, hat nun mit deutlichen Worten reagiert – und Trainer Vincent Kompany in die Schusslinie genommen. Die Niederlage wirft Fragen auf und Hamann scheut sich nicht, diese laut zu formulieren.

Die abwehr als schwachstelle: eine tickende zeitbombe

Hamann prangerte die desolate Abwehrarbeit des FC Bayern an. „Die Bayern haben in den vier Spielen vorher schon 14 Gegentore kassiert. Das ist alarmierend und zeigt ein grundsätzliches Problem“, so der Sky-Experte. Er stellt die Frage in den Raum, ob ein permanenter Angriff in der gegnerischen Hälfte wirklich der Schlüssel zum Champions-League-Titel sein kann. Die Euphorie, die vor dem Hinspiel in der Stadt herrschte, wurde bereits nach drei Minuten im Rückspiel jäh beendet – ein frühes Tor der Pariser brachte die Stimmung zum Erliegen.

Das 1:1 im Rückspiel reichte am Ende nicht, um das Defizit aus dem Hinspiel auszugleichen. Hamann betonte, dass Paris über die beiden Spiele hinweg die bessere Mannschaft gewesen sei. „Sie waren nicht nur einen Ticken besser, sondern in beiden Spielen überlegen. Ein 2:0 oder 3:0-Sieg am Mittwoch wäre für die Bayern nicht unverdient gewesen.“

Kompany im visier: ist der ansatz richtig?

Kompany im visier: ist der ansatz richtig?

Besonders kritisch äußerte sich Hamann zur taktischen Ausrichtung von Vincent Kompany. „Die Frage, die man dem Trainer stellen muss, ist, ob dieses ständige Pressen und Angreifen in der gegnerischen Hälfte wirklich zum Champions-League-Sieg führt? Ich glaube nicht.“ Die Pariser wirkten entschlossener und disziplinierter, während Bayerns Offensivbemühungen oft zu Konterchancen für den Gegner führten.

Hamanns Fazit ist eindeutig: Der FC Bayern muss sich personell verstärken, um wieder zu den Top-Teams in Europa zu gehören. „Da müssen sie schauen, dass sie sich als Mannschaft weiterbringen und den ein oder anderen Spieler dazuholen.“ Es gilt, die Fehler der Vergangenheit zu analysieren und daraus zu lernen, um in der kommenden Saison wieder erfolgreicher zu sein. Der Weg zurück an die Spitze wird jedoch lang und mühsam.