Hakimi: afrikas fußballkönig schreibt geschichte – und trotzt vorwürfen
Achraf Hakimi, der marokkanische Superstar, festigt seinen Status als lebende Legende des afrikanischen Fußballs. Nach einer Saison voller Triumphe mit Paris Saint-Germain und einer historischen Leistung bei der Weltmeisterschaft, steht er nun kurz davor, einen weiteren Rekord zu knacken und die Fußballwelt weiterhin zu begeistern – trotz der Schatten, die ihm aktuell folgen.
Ein triumphzug durch den europäischen fußball
Die Saison 2023/24 war für Hakimi schlichtweg herausragend. Mit PSG dominierte er nicht nur die Ligue 1, sondern holte sich auch die Champions League, den Coupe de France, den Supercup von Frankreich und den UEFA Super Cup. Seine beeindruckenden 11 Tore und 16 Assists zeugen von seiner außergewöhnlichen Klasse und seiner Schlüsselrolle im Pariser Angriff. Und es deutet alles darauf hin, dass er diese Dominanz in der kommenden Saison fortsetzen wird.
Dieser Erfolg katapultierte ihn auf die höchste Stufe afrikanischen Fußballs: Nach Platz zwei in den Jahren 2023 und 2024 wurde Hakimi im November 2024 zum „Afrikaner des Jahres“ gewählt. Damit übertrifft er Rekordgewinner Samuel Eto'o und Yaya Touré und baut seine beeindruckende Sammlung von 19 Titeln weiter aus.

Marokkos weltmeisterschafts-helde
Doch Hakimis Bedeutung geht weit über seine Erfolge mit PSG hinaus. Bei der Weltmeisterschaft 2022 in Katar führte er Marokko zu einer historischen Leistung, als er sein Team sensationell ins Viertelfinale führte – die beste Platzierung eines afrikanischen Landes bei einer Weltmeisterschaft überhaupt. Seine Energie, sein Können und seine Führungsqualitäten inspirierten ein ganzes Land.
Und auch bei der WM 2026 in den USA, Kanada und Mexiko zeigte Hakimi seine Klasse. Er bestritt bereits zwei Spiele als Kapitän und trug maßgeblich zu den Erfolgen Marokkos bei, darunter der Sieg gegen Schottland (0-1). Die 'Löwen des Atlas' setzen weiterhin auf ihren Star.

Rekordweltmeister und aktuelle herausforderungen
Hakimi hat nicht nur sein Team in Katar und aktuell bei der WM 2026 geführt. Er hat auch einen weiteren Rekord gebrochen: Mit 12 Einsätzen bei Weltmeisterschaften übertrifft er François Omam-Biyik und Asamoah Gyan und ist damit der afrikanische Spieler mit den meisten WM-Einsätzen. Seine Bilanz von 11 Toren und 19 Assists in 98 Länderspielen unterstreicht seine Bedeutung für die marokkanische Nationalmannschaft.
Allerdings stehen Hakimi derzeit schwierige Zeiten bevor. Nach dem Urteil des Versailler Berufungsgerichts, das seine Anklage wegen Vergewaltigung bestätigt hat, stehen die marokkanischen Fans geschlossen hinter ihrem Kapitän. „Habt ihr gesehen, was er auf dem Platz geleistet hat? Er hat ein großartiges Spiel gemacht, er ist ruhig und wir auch. Er war konzentriert, er war den ganzen Tag über sehr ruhig bei uns und er ist der beste Außenverteidiger der Welt. Er ist sehr wichtig für mich und für ganz Marokko“, erklärte der Nationaltrainer Mohamed Ouahbi nach dem Sieg gegen Schottland.
Munir El Mohamadi, der Ersatztorwart, fügte hinzu: „Wir alle unterstützen Achraf. Er ist unser Vorbild in Marokko, deshalb werden wir ihn immer unterstützen.“
Hakimi selbst blickt nach vorne: „Wir sind bereit, etwas Großes zu erreichen. Wir werden versuchen, es besser zu machen als bei der letzten Weltmeisterschaft, aber im Moment denken wir nur daran, das erste Spiel zu gewinnen.“
Die Welt hält den Atem an: Wird Hakimi trotz aller Widrigkeiten seine Karriere fortsetzen und seinen legendären Status weiter ausbauen? Sein Einfluss auf den afrikanischen Fußball ist unbestritten, und seine Geschichte ist noch lange nicht zu Ende.
