Haaland schiebt senegal raus – norwegen trifft nun auf frankreich
Ein Mörder-Volley in die Kreuzecke, ein Blick Richtung Nusa voller Zorn – und schon steht Erling Haaland wieder in der Jubelpose. Mit seinem zweiten Doppelpack in Folge (48., 57.) brennt der Torjäger Norwegen gegen Senegal die K.o.-Runde ein und stellt die Gruppe I auf den Kopf.
Der film im zeitraffer
43. Minute: Marcus Pedersen schlenzt die Ecke von Ødegaard mit dem Außenrist ins lange Eck – 1:0. Kurz nach dem Seitenwechsel schickt der Kapitän Haaland steil, der sich Koulibaly geschickt ausklingt und trocken unten links einschiebt. Die afrikanische Antwort folgt prompt, Ismaila Sarr nutzt ein Zusammenspiel zwischen Mané und Jackson (53.). Doch die Hoffnung hält keine fünf Minuten: Haaland zieht aus 16 Metern ab, die Kugel saust unter die Latte – und lässt Mendy erneut alt aussehen.
Die Schlussphase wirkt wie ein Boxkampf auf Sparflamme. Senegal drückt, verpasst aber die große Lücke. Sarr stochert in der Nachspielzeit nach einem Fehlpass noch das 2:3 heraus, doch die Uhr tickt gnadenlos herunter.

Ryerson-ausfall und das frankreich-duell
Immerhin hat Ståle Solbakken auch Pech zu vermelden: Julian Ryerson hopste schon nach 25 Minuten mit Oberschenkelproblemen runter, Eisbeutel an der Seitenlinie. Ob der Dortmunder gegen Frankreich wieder fit ist, offen. Denn am Freitag (21.00 MESZ) heißt es: Norwegen muss gewinnen, will es die Gruppe I vor Frankreich abschließen. Ein Remis – vor einem Monat noch realistisch – reicht jetzt nicht mehr.
Die bisherige Bilanz der Skandinavier: zwei Siege, sechs Punkte, sechs Tore. Die Tordifferenz schmilzt gerade, doch Haaland trägt das Team auf den Schultern. Seine Quote: drei Spiele, vier Netzkontakte. Die WM spricht plötzlich norwegisch.
