Guardiola nagelt city-aus an schiri-fehler: „trage das mit ins bett“

Manchester – Pep Guardiola schläft schlecht. Nach dem 1:2 gegen Real Madrid und dem 1:5-Gesamts debakel in der Champions League nagt an ihm nicht die Blamage, sondern eine einzige Frage: Wie wäre die Partie bei klarem Kartenstand verlaufen?

„Ich liebe, wie wir gespielt haben“, sagt der Katalane mit heiserer Stimme im Etihad-Tunnel. „Aber ich werde nie erfahren, wie das Rückspiel in Unterzahl ausgeht.“ Gemeint ist die 75-Minuten-Hängepartie mit zehn Mann nach der Gelb-Roten Karte gegen Bernardo Silva.

Silva-rot: erste karriere-entlassung, erste große stadt-krise

Der Portugiese foult Camavinga an der Seitenlinie – Referee François Letexier zückt Gelb-Rot. Für Silva die erste Platzverweisung überhaupt. Guardiola verteidigt seinen Mittelfeldstrate sofort: „Bernardo hat noch nie jemanden absichtlich getreten. Es war Reflex, nicht Revanche.“

Die Statistik lügt nicht: Vor dem Ausschluss führt City 1:0, nach dem Platzverweis kassiert der Favorit zwei Gegentore. Die Psycho-Nummer des Trainers beginnt. „In 11 gegen 11 hätten wir den Rhythmus durchgezogen, vielleicht sogar das 3:0 gemacht“, sinniert er. Stattdessen schraubt Real das Gesamtergebnis auf 5:1.

Die drohung klingt wie ein versprechen: „wir kommen zurück – mit mehr biss“

Die drohung klingt wie ein versprechen: „wir kommen zurück – mit mehr biss“

Guardiola schaltet sofort in Analyse-Modus. „Diese Mannschaft ist noch nicht komplett. Wir brauchen Killer-Instinkt, mehr Erfahrung in den entscheidenden Momenten.“ Dabei spart er nicht mit Selbstkritik: „Ich muss bessere Entscheidungen treffen, die Jungs brauchen klare Rollen für solche Abende.“

Die nächsten Wochen werden zum Stresstest: Carabao-Cup-Finale gegen Arsenal, FA-Cup-Kracher gegen Liverpool, Liga-Hetze um die Champions-League-Plätze. „Wir haben noch drei Titel zu verteidigen“, sagt Guardiola. „Danach wird ein heißer Sommer – und ich spüre, dass wir 2026 wieder hier stehen werden.“

Ein letzter Seitenhieb bleibt hängen: „Vielleicht gewinnt der FC Bayern dann auch mal wieder ein Achtelfinale.“ Lächeln. Unterschrift. Rausgehen. Guardiola trägt das 1:5 nicht als Niederlage, sondern als Lehrstück. Die Rechnung kommt 2026 – und sie wird teuer.