Grüllich überrascht bei uk open – fünf deutsche noch dabei

Dominik Grüllich hat bei den UK Open 2026 für den ersten deutschen Achtungserfolg gesorgt. Der 23-Jährige warf WM-Überraschungsmann Justin Hood mit 6:4 aus dem Turnier – und das war kein Zufall, sondern ein Statement.

Grüllichs weg durch die ersten runden

Angefangen hatte es für den deutschen Tour-Card-Holder noch unspektakulär: In der zweiten Runde ließ er Jamai van den Herik mit einem klaren 6:1 keine Chance. Dann kam Hood – und Grüllich zeigte, dass er nicht einfach mitläuft, sondern mitspielen will. Für Freitagabend wartet nun Niall Culleton, die Nummer 109 der Order of Merit. Ein machbares Los, das er sich nicht entgehen lassen darf.

Schindler, weber, gotthardt und clemens – schwieriger freitagabend

Schindler, weber, gotthardt und clemens – schwieriger freitagabend

Die anderen vier verbliebenen Deutschen haben es deutlich schwerer. Martin Schindler trifft auf Joe Cullen, Leon Weber auf niemand Geringeres als Michael Smith. Kai Gotthardt bekommt es mit Tom Sykes zu tun, Gabriel Clemens mit Richard Veenstra. Ab 20 Uhr live auf Sport1 wird sich zeigen, wer von ihnen standhält.

Die großen kracher der vierten runde

Weil es bei den UK Open keine Setzliste gibt, schlägt das Turnier ab der vierten Runde gnadenlos zu. Die Top 32 steigen jetzt ein – und sofort knallt es. Luke Littler, der Titelverteidiger, trifft auf Damon Heta. Michael van Gerwen gegen Nathan Aspinall. Rob Cross gegen Gian van Veen. Das sind keine Vorrundenbegegnungen mehr, das ist Darts in Reinform.

Zwölf deutsche bereits ausgeschieden

Die Bilanz des Tages ist trotzdem ernüchternd. Zwölf Deutsche haben das Turnier bereits verlassen. Ricardo Pietreczko, Pascal Rupprecht, Lukas Wenig, Niko Springer und Michael Unterbuchner scheiterten in der dritten Runde. Max Hopp, Maximilian Czerwinski, Marvin Kraft und Arno Merk verabschiedeten sich bereits in Runde zwei, Yorick Hofkens sogar schon in der ersten. Matthias Ehlers sagte verletzungsbedingt kurzfristig ab und fehlte von Anfang an.

Der spektakulärste Ausfall des Tages kommt aber nicht aus Deutschland. Beau Greaves, die wohl bekannteste Spielerin im Feld, verlor ihr Zweitrundenduell gegen Darryl Pilgrim mit 4:6. Turnier vorbei, bevor es richtig begann. Grüllich dagegen ist noch da – und hat am Freitagabend die Chance zu beweisen, dass sein Sieg gegen Hood kein Ausrutscher war.