Grozer kehrt zurück: botti setzt auf erfahrung in der vnl

Ein überraschender Schachzug von Bundestrainer Massimo Botti: Der 41-jährige Volleyball-Veteran Georg Grozer steht wieder im Aufgebot für die Volleyball Nations League (VNL). Nach einer längeren Abwesenheit winkt dem Publikumsliebling die Chance, seine Klasse auf internationaler Bühne zu beweisen – und das inmitten einer neuen Ära unter Botti.

Die rückkehr des routiniers: was bedeutet das für das team?

Die rückkehr des routiniers: was bedeutet das für das team?

Die Entscheidung des neuen Trainers, Grozer in den 30-Mann-Kader zu berufen, wirft Fragen auf. Botti, der erst kürzlich sein Amt übernommen hat, setzt offenbar auf eine Mischung aus junger Energie und bewährter Erfahrung. Neben Grozer wurden weitere Routiniers wie Jan Zimmermann, Moritz Reichert, Ruben Schott und Tobias Krick nominiert. Ein klares Signal, dass Botti die Stabilität der Mannschaft schätzt, besonders angesichts der anspruchsvollen Aufgaben, die in der VNL warten.

Doch es gibt auch Ausfälle: Johannes Tille, der zur Europameisterschaft wieder ins Team zurückkehren wird, fehlt ebenso wie der verletzte Lukas Maase. Moritz Karlitzek hingegen wird sich nach der Klub-Saison zunächst erholen. Die Verletzung von Maase ist ein herber Rückschlag, da er eine wichtige Stütze im Team darstellt. Die Frage ist, ob Grozer seine Abwesenheit kompensieren kann.

Die VNL stellt die deutsche Mannschaft vor eine Mammutaufgabe. In sechs Wochen werden in zwölf Spielen die 18 besten Volleyball-Nationen der Welt gegeneinander antreten. Der Startschuss fällt am 10. Juni in Ottawa gegen Gastgeber Kanada. Es folgen weitere Partien in Gliwice (Polen) und Belgrad (Serbien), bevor die Final Eight ab dem 29. Juli in Ningbo Beilun (China) ausgetragen wird. Deutschland beendete die letzte VNL-Auflage 2025 auf dem 14. Platz – ein Ergebnis, das deutlich mehr Potenzial offenbart.

Die Bilanz der letzten Jahre ist ernüchternd: 2025 reichte es nur zu Rang 14, während die beste Platzierung aus dem Jahr 2018 mit Rang neun datiert ist. Ob Botti mit seiner Strategie, erfahrene Spieler zu integrieren, den Turnaround schaffen kann, bleibt abzuwarten. Die kommenden Wochen werden zeigen, ob die Mischung aus Routiniers und jungen Talenten Früchte trägt.