Grosse enttäuschung für bautista und picó bei den rhythmus-europameisterschaften

Varna, Bulgarien – Ein Schock für die deutsche Rhythmusgymnastik: Alba Bautista und Daniela Picó verpassten bei den Europameisterschaften in Varna deutlich die Qualifikation für die Finals. Das neue Format des Wettbewerbs, mit einer Trennung in zwei Blöcke, erwies sich als unglücklich für die beiden Deutschen.

Neues format, bittere realität

Neues format, bittere realität

Die Europäische Gymnastikunion (UEG) führte ein neues System ein, das die Finalentscheidungen in zwei Phasen aufteilt. Zunächst traten alle zwanzig Finalistinnen mit ihren Übungen auf Pelota und Reifen an. Nur die besten Zehn dieser ersten Runde durften sich dann mit Keulen und Band den Kampf um die Medaillen liefern. Bautista landete mit 54,250 Punkten auf dem 13. Platz, Picó mit 52,500 Punkten sogar auf dem 17. Platz – beide verpassten die Qualifikation für den zweiten Durchgang.

Die Differenz zum israelischen Nachwuchstalent Daniela Munits, die sich mit 55,400 Punkten gerade noch das Ticket für die nächste Runde sicherte, betrug lediglich 1,150 Punkte. Ein knappes Ergebnis, das zeigt, wie eng die Konkurrenz in dieser Disziplin ist. Picós Leistung war besonders enttäuschend, da sie mit nur 17 Jahren an den Start ging und wertvolle Erfahrungen sammeln wollte.

Stiliana Nikolova dominiert weiterhin. Die bulgarische Favoritin Stiliana Nikolova zeigte eine beeindruckende Leistung und führt die Tabelle mit 59,650 Punkten an. Nur knapp dahinter, mit 59,600 Punkten, folgt die amtierende Olympiasiegerin und Weltmeisterin Darja Varfolomeev aus Deutschland. Die Ukrainerin Taisiia Onofriichuk, die Vorjahres-Europameisterin, belegt mit 58,100 Punkten den dritten Platz.

Die deutschen Hoffnungen ruhen nun auf den Einzelentscheidungen mit Keulen und Band, in denen Bautista am Sonntag starten wird. Ob sie dort ihre Nerven im Griff hat und eine Medaille erringen kann, bleibt abzuwarten. Die Enttäuschung über die verpasste Qualifikation für die Finals ist jedoch deutlich spürbar.

Die Ergebnisse zeigen, dass die Konkurrenz im europäischen Rhythmusgymnastik-Sport härter denn je ist. Nur eine konstante Leistung über alle vier Geräte hinweg reicht aus, um im Kampf um die Medaillen bestehen zu können. Für Bautista und Picó gilt es nun, aus dieser Erfahrung zu lernen und sich auf die kommenden Wettbewerbe vorzubereiten.