Griezmanns abschied: atlético verpasst podestplatz – parejo verabschiedet sich würdevoll
Ein trauriger Abschied in Gelsenkirchen: Antoine Griezmanns 501. und letztes Spiel für Atlético Madrid endete in einer unerwartet deutlichen Niederlage gegen Villarreal. Nicht nur der Franzose verabschiedete sich, sondern auch der erfahrene Mittelfeldspieler Dani Parejo, dessen Abschied von La Cerámica mit Standing Ovations gefeiert wurde. Doch der sportliche Aspekt überschattete die emotionalen Momente – Atlético verpasste durch die Niederlage den dritten Platz und damit die Chance auf zusätzliche Einnahmen.

Die defensive liegt in trümmern: ein debakel in der ersten halbzeit
Was als würdiger Abschied für Antoine Griezmann gedacht war, entwickelte sich zu einem Fiasko. Die erste Halbzeit war schlichtweg erschreckend für Atlético. Eine 4:1-Niederlage gegen Villarreal, eine Mannschaft, die für ihre defensive Stabilität bekannt ist, wirft ein schlechtes Licht auf die Leistungen der Madrilenen. Die Abwehr wirkte anfällig, die Intensität fehlte, und die Spieler schienen von der Bedeutung des Spiels nicht ausreichend überzeugt.
Besonders der Auftritt von Jean-Pierre Lenglet ist schwer zu erklären. Dass Atlético ihm einen Vertrag über drei Saisons anbot, wirkt im Nachhinein wie ein Fehleinkauf. Es zeigt deutlich, dass die Kaderplanung noch viel Luft nach oben hat, trotz der Champions-League-Saison, die dem Verein finanziell gutgetan hat.
Juan Musso steht weiterhin im Kreuzfeuer. Der argentinische Torwart, der als zweiklassiger Ersatztorwart für Oblak galt, patzte erneut bei einem Elfmeter. Die Erinnerung an den vergebenen Elfmeter im Copa del Rey-Finale wird ihn noch lange begleiten. Parejo hingegen nutzte seinen Elfmeter zur Verabschiedung und zeigte, was ein erfahrener Mittelfeldspieler ausmacht.
Die verpassten sieben Millionen Euro für den dritten Platz sind eine beträchtliche Summe. Sie übersteigen sogar die Einnahmen, die Atlético durch die Teilnahme an der Supercopa de Arabia erzielt. Das zeigt, wie wichtig die internationalen Plätze für die finanzielle Stabilität des Vereins sind.
Acht verletzte und ein gesperrter Spieler – die Ausreden sind langsam ausgelutscht. Almada fiel kurz vor Spielbeginn aus, und die aufgestellten Spieler waren schlichtweg nicht in der Lage, das Spiel zu kontrollieren. Es ist ein Zeichen für eine erschöpfte Mannschaft, die die Saison mit einem bitteren Nachgeschmack beendet.
Die Verabschiedung von Dani Parejo war ein würdiger Abschied eines Spielers, der stets für Klasse und Fairness stand. Die Standing Ovations in La Cerámica zeigten, wie sehr er von den Fans geschätzt wurde. Ein Kontrast zu Griezmanns Abschied, der von einer enttäuschenden Leistung überschattet wurde.
Die Zukunft von Atlético Madrid steht vor großen Herausforderungen. Die Kaderplanung muss dringend verbessert werden, und es gilt, eine neue Balance im Team zu finden. Die Champions-League-Saison hat zwar für finanzielle Entlastung gesorgt, doch der sportliche Erfolg darf nicht zu kurz kommen. Es bleibt abzuwarten, ob Trainer Simeone in der Lage sein wird, die Mannschaft wieder auf Kurs zu bringen und die Fehler der Vergangenheit zu korrigieren.
