Green schießt psg ins achtelfinale – magdeburg kassiert k.o.

34:26 – ein Ergebnis, das in Magdeburg wie ein Schlag ins Gesicht klingt. Paris Saint-Germain feiert, der SC Magdeburg trägt die Scharte eines Albtraumstarts in beiten Halbzeiten davon. Yannick Green, acht Jahre lang Herzstück der Magdeburger Abwehr, lacht nicht. Er jubelt. Acht Tore gegen seinen Ex-Klub. Ein Spiel, das sich wie ein Rückwärtsgang liest: Wer einst die Fans jubeln ließ, lässt sie jetzt schweigen.

Green: „wir haben heute als einheit gespielt“

Die Zahlen sind gnadenlos: 60 Minuten lang lagen die Franzosen vorn, Magdeburg kam nie näher als drei Treffer. Green, 32, traf aus dem Rückraum wie ein Jungspund. „Wir standen kompakt, haben füreinander gearbeitet“, sagt er nach dem Abpfiff. Was er nicht sagt: Magdeburg fehlten mit Gísli Þorgeir Kristjánsson und Tim Hornke zwei Schlüsselkräfte. Die Breite des Kaders? Reicht nicht, um in Paris mitzuhalten.

Die Halle in Saint-Cloud bebte – 200 Reisende aus Sachsen-Anhalt gegen 1.800 Pariser. Die SCM-Fans sangen sich heiser, doch ihre Mannschaft fand keine Antwort. Besonders bitter: Das frühere PSG-Unglück in der Champions League war Magdeburgs Glück. Jetzt ist Schluss mit lustig. Platz vier in der Hauptrunde bedeutet Achtelfinale, aber auch: Auswärts in Barcelona, Kielce oder Veszprém. Die Kasse klingelt, die Nerven blank.

Magdeburg verpasst den gruppensieg – und das heimrecht

Magdeburg verpasst den gruppensieg – und das heimrecht

Trainer Bennet Wiegert hatte vor Wochen gewarnt: „Jeder Punkt kostet Blut.“ Jetzt blutet die Statistik: Drei Heimpleiten (zuletzt gegen Kielce, Zagreb, Paris) kosteten die Top-Position. Die Konsequenz: Kein zweites Spiel in der GETEC Arena, dafür ein Auswärtstermin gegen einen Gruppenersten. Die Chancen auf den ersten Final-Four-Einzug seit 2022 schrumpfen auf ein Minimum.

Für Green geht es indes um mehr als nur um das Weiterkommen. Im Sommer kehrt er zu HÖJ Elite in Dänemark zurück – ein Schritt, der in Paris für Stirnrunzeln sorgte. „Ich will mit PSG ins Final Four“, betont er. „Alles andere zählt nicht.“ Die Uhr tickt. Noch maximal vier Spiele bleiben ihm, um sich mit der Champions-League-Trophäe zu verabschieden. Magdeburg? Muss sich fragen, wie viele Pünktchen in der neuen Saison wieder zusammenkommen.

Die nächste Auslosung entscheidet über Schicksale. Für den SCM heißt es: Koffer packen, Kiefer aufmachen. Für Green: Nach Hause fahren – aber nur, wenn er vorher noch zwei Siege holt. Die Handball-Welt dreht sich weiter. Nur die Richtung hat sich geändert.