Grasshopper-chaos: stadion-desaster droht dem meistertitel-traum!

Der FC Aarau hat die Fassung verloren. Ein peinliches Dilemma um das Stadion für das entscheidende Rückspiel der Barrage droht, die Aufstiegshoffnungen von Grasshopper Zürich zu zerstören. Die Situation ist so angespannt, dass selbst der CEO des Herausforderers, Sandro Burki, kein gutes Haar an den Zürchern lässt.

Der letzigrund ist vergeben – und das ist erst der anfang

Der letzigrund ist vergeben – und das ist erst der anfang

Die Ereignisse in Lausanne, wo sich Anhänger von GC beim Cup-Halbfinale unrühmlichen Verdienst erworben haben, haben die Bereitschaft, dem Rekordmeister aus Zürich für das Rückspiel eine Heimspielstätte zur Verfügung zu stellen, massiv reduziert. Und dann kommt die bittere Wahrheit hinzu: Das Letzigrund Stadion, die eigentlich logische Wahl, ist bereits durch Metallica-Konzertbauarbeiten blockiert. Ein Umstand, den der FC Aarau nicht verzeihen kann.

„Was hier abläuft, ist in erster Linie ein sehr großes Armutszeugnis für den Fußball“, schimpft Sandro Burki in der Aargauer Zeitung. Der Termin für das Rückspiel ist seit langem feststeht, und Burki kann es nicht fassen, dass ein Verein wie Grasshopper nun plötzlich kein Stadion zur Verfügung hat. Ein Tausch des Heimrechts kommt für Aarau nicht in Frage – und auch die Behörden in Aarau sind alles andere als begeistert von der Vorstellung, eine Welle von enttäuschten GC-Fans empfangen zu müssen, sollte der Abstieg besiegelt sein.

Die Erinnerungen an das letzte Jahr sind noch frisch: Grasshopper musste damals bereits nach Lugano ausweichen, wobei der FC Aarau erst kurzfristig informiert wurde. Burki erinnert sich: „GC hatte dort schon vier Wochen vorher das Hotel reserviert. Eine absolute Katastrophe.“ Auch die Idee, das Spiel im Ausland auszutragen, findet er inakzeptabel. Drei Wochen vor dem entscheidenden Spiel noch grundlegende Fragen offen zu haben, ist für ihn schlichtweg unprofessionell.

Der FC Aarau kämpft derzeit selbst um den direkten Aufstieg in die Super League und liegt nur vier Punkte hinter dem FC Vaduz. Die Konzentration sollte also auf den eigenen Zielen liegen, nicht auf der Lösung der selbstverschuldeten Probleme eines Konkurrenten. Die Leistung von Zigi und Okoroji, die Thun im letzten Spiel punkteten, zeigt, dass der FCA bereit ist, alles zu geben, um den Aufstieg zu sichern. Doch der Schatten des Grasshopper-Stadion-Dramas liegt schwer über der Liga.