Granada vor umbruch: kern bleibt – aber zu welchem preis?
Ein Sommer des Umbruchs steht Granada bevor. Elf Spieler haben zwar Verträge für die nächste Saison, doch der Druck, die Mannschaft neu zu formen, ist enorm. Die Frage ist: Welche Spieler kann sich der Verein leisten zu verlieren, um überhaupt wieder auf Kurs zu kommen?
Zidane im fokus: europas augen sind auf ihn gerichtet
Luca Zidane, der Torhüter, hat trotz einiger Kritik bewiesen, dass er in Topform ein Fels in der Brandung sein kann. Seine Auftritte bei der Afrika-Nationsmeisterschaft und die bevorstehende WM mit Algerien katapultieren ihn ins Rampenlicht. Zahlreiche europäische Topklubs dürften bereits ein Auge auf ihn geworfen haben. Der Wettbewerb um seine Dienste wird heiß – und Granada muss sich fragen, ob es ihn halten kann, ohne die dringend benötigten Einnahmen zu verlieren.
Die Defensive könnte ebenfalls Schockwellen erleben. Manu Lama, der als zukünftiger Abwehrchef gilt, hat sich zu einem Leistungsträger entwickelt, der auch bei anderen Vereinen Begehrlichkeiten weckt. Seine Weiterentwicklung ist beeindruckend, und es wäre eine Überraschung, wenn ihn niemand beobachtet hätte. Die Entscheidung, Lama zu halten, wird entscheidend sein, um die Stabilität in der Abwehr zu gewährleisten.

Oscar und alcaraz: hoffnungsträger für die zukunft
Oscar, ein junger und vielseitiger Verteidiger, war bereits im vergangenen Sommer auf dem Zettel des Real Madrid. Der damalige Versuch, ihn für die eigene Talentschmiede zu gewinnen, scheiterte am festgeschriebenen Millionen-Klausel. Alcaraz, dessen Vertrag kürzlich verlängert wurde, ist ein weiterer Schlüsselspieler im Mittelfeld. Er hat in seiner ersten Saison in der Segunda División bewiesen, dass er das Zeug zum Bundesliga-Profi hat und wird zweifellos eine zentrale Rolle im zukünftigen Granada spielen.
Offensiv wird sich einiges verändern müssen. Nur wenige Spieler werden den Sommer überstehen. Arnáiz und Pascual werden voraussichtlich bleiben, wobei Pascual trotz einer nicht herausragenden Saison acht Treffer erzielte und bereits im vergangenen Winter das Interesse mehrerer Klubs weckte. Die Frage ist nicht, ob er bleibt, sondern zu welchem Preis.
Granada steht vor einem Dilemma. Einerseits muss der Verein seine Schlüsselspieler halten, um den Wiederaufstieg in der Bundesliga zu ermöglichen. Andererseits benötigt er Einnahmen, um die Finanzen zu sanieren und neue Spieler zu verpflichten. Eine schwierige Balance, die die nächste Saison maßgeblich prägen wird. Die Verantwortlichen müssen eine Entscheidung treffen, die den Verein entweder in die Erfolgsspur zurückführt oder ihn in eine noch tiefere Krise stürzt. Ob sie die richtige Wahl treffen, wird die Zeit zeigen.
Die Zahlen lügen nicht: Granada muss mindestens 15 Millionen Euro durch Transfers generieren, um den Lizenzspieleretat auszugleichen. Ein Verkauf von Zidane oder Lama könnte diesen Betrag einbringen – aber zu welchem sportlichen Preis?
