Granada siegt in letzter sekunde – abanca rettet punkt mit notbremse
Lange sah es nach einer Nullnummer aus, doch Laura Pérez hatte andere Pläne. Im 90. Minute stürzte sich die Granada-Kapitänin im leeren Strafraum auf Andrea Gómez’ scharfe Flanke und versenkte den Ball zur 1:0-Siegminute. Die CSD Granada springt damit auf Rang fünf, während der Deportivo Abanca trotz 13. Tabellenplatz 14 Punkte Luft zum Abstiegsstrich hat.
Kein schuss, kein problem – abanca spielt die uhr runter
Die Gäste verzichteten auf jede Offensive, schossen keinen einzigen Ball aufs Tor und konzentrierten sich stattdessen auf lange Befreiungsschläge in Richtung Marín und Pizarro. Die Taktik ging fast auf, weil Granada trotz Feldüberlegenheit die Räume nicht fand. Erste Halbzeit? Kein einziger Torschuss. Stattdessen liefen beide Teams hinterher, als wäre das Spiel eine Staffel.
Die Wende nach dem Seitenwechsel war sofort spürbar. Granada drückte, Abanca zog sich zurück. Laura Pérez feuerte die erste Warnung ab, Blanca Muñoz raste über die Außenbahn und setzte Keefe in Szene. Doch die Hereingaben landeten entweder am ersten Verteidiger oder flogen ins Toraus.

Var-zweifel, pfosten, dann der knockout
Die 66. Minute hätte alles ändern können. Keefe ging im Gedränge nach einem Corner zu Boden, Schiedsrichterin Martínez schaute sich die Szene am Monitor an, ließ jedoch weiterspielen. Vier Minuten später prüfte sie erneut die Bilder, weil Lucía Martínez Alba Pérez mit gestrecktem Bein traf – auch hier blieb Rot im Kasten. Die Nerven lagen blank, das Holz ebenfalls: Blanca Muñoz knallte den Ball ans rechte Alu, Postigo setzte den Nachschuss drüber.
Die Lösung kam über Standards. Granada hatte in dieser Saison bereits acht Eckbälle genutzt – den neunten Erfolg lieferte Laura Pérez mit dem Kopf. Die Uhr stand auf 89:59, als der Treffer fiel. Die Anhangsblock-Explosion war ohrenbetäubend, die Gäste sanken auf den Rasen.

Tabellenkalkulation: granada im aufwind, abanca trotz niederlage sicher
Mit 26 Punkten hat Granada den Anschluss an die internationalen Plätze wiederhergestellt und zehn Zähler Vorsprung auf die Abstiegszone. Der Deportivo bleibt bei 21 Punkten, doch das Polster nach unten wächst weiter. Die Saison ist lang, aber an diesem Sonntag zählte nur die letzte Sekunde – und die gehörte eindeutig Granada.
