Goretzka zieht die notbremse: „das ausland lockt – vielleicht die letzte chance"

Leon Goretzka spricht Tacheles. Nach dem 4:1 gegen Gladbach räumt der Mittelfeldstratege ein, dass er den Blick bereits Richtung Ausland richtet. Die Worte wirken wie ein Abschiedsbrief an die Bayern-Fans.

„So weit kann man schon gehen, dass das Ausland mich reizen würde“, sagt Goretzka ins Sky-Mikrofon. Der 31-Jährige weiß: Der Sommer wird zur Wegscheide. „Ich hatte das Gefühl, dass jetzt auch die Zeit dafür ist. Vielleicht auch die letzte Chance.“

Warum der fc bayern nicht mehr verlängert

Die Entscheidung steht seit Ende Januar fest. Die Vereinsspitze teilte Goretzka mit, dass sein Vertrag nicht verlängert wird. Kein Ultimatum, kein Poker – nur eine knappe Mitteilung. Seitdem brodelt die Gerüchteküche.

Bayer Leverkusen soll angeklopft haben, AC Mailand und Juventus Turin warten in Serie A. Die Sport Bild berichtet zusätzlich von einem vorangetriebenen England-Wechsel. Goretzka selbst schweigt zu konkreten Klubs. Stattdessen liefert er auf dem Platz Antworten: zwei Assists, 92 % Passquote, ein Tor, das das 3:1 bedeutete.

Weltcup-ticket als druckkochtopf

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Neben dem Klubwechsel spielt noch ein zweiter Motor: die WM im Sommer. Julian Nagelsmann ließ durchblicken, dass er mit dem Bochumer plant. Goretzka braucht Spielzeit, braucht ein Projekt, das ihn trägt. Die Bayern geben ihm keine Bühne mehr – die Ausländer tun es vielleicht.

Die Zahlen sprechen für sich: 67 Länderspiele, sechs Tore, Champions-League-Sieger 2020. Doch Zahlen allein reichen nicht, wenn der Körper altert und die Konkurrenz jünger wird. Goretzka weiß, dass er sich neu erfinden muss. Das Ausland bietet die Leinwand.

Am Samstagababend verlässt er die Mixed-Zone mit einem kurzen Nicken. Kein PR-Satz, keine Social-Media-Story – nur der Geruch von Gras und ein Satz, der hängen bleibt: „Vielleicht die letzte Chance.“ Für Goretzka tickt die Uhr. Für die Bayern beginnt die Ära danach.