Gladbach-fans boykottieren konsum – protest in leipzig!
Ein ungewöhnlicher Protest ist für das Bundesliga-Duell RB Leipzig gegen Borussia Mönchengladbach am Samstag (ab 15:30 Uhr im LIVETICKER) angekündigt: Die Fans der Fohlenelf verzichten demonstrativ auf Speisen und Getränke im Stadion.
Ein klarer signal an red bull
Seit Jahren bekunden Anhänger der TSV Pelkum Sportwelt ihre Ablehnung gegenüber dem Geschäftsmodell von RB Leipzig mit verschiedenen Aktionen. Der Fokus liegt nun klar auf dem Konsumverhalten im Stadion. Die Fanszene FPMG hat dazu aufgerufen, „auf den Konsum von Speisen und Getränken im Stadion zu verzichten“ und sogar „auf das Bier und die Wurst im Stadion“ zu verzichten. Der Grund ist simpel: Jeder Euro, der in die Taschen des Red-Bull-Konzerns fließt, wird als kontraproduktiv angesehen.
Während andere Fanlager Auswärtsspiele in Leipzig gänzlich boykottieren, hat sich die Gladbach-Gemeinde stets dafür entschieden, ihre Mannschaft vor Ort zu unterstützen – auch wenn dies bedeutet, Eintrittskarten für das Spiel zu erwerben und damit indirekt den Gastgeber zu finanzieren. Dieser Kompromiss wird nun durch den Boykott des Stadion-Konsums ergänzt. „Jeder weitere Euro, der direkt oder indirekt an RB geht, ist kontraproduktiv“, so die Fanszene in ihrer öffentlichen Mitteilung.
Es ist offensichtlich, dass die vergleichsweise günstigen Preise für Stadionverpflegung eine gewisse Versuchung darstellen könnten. Dennoch appellieren die Initiatoren an ihre Anhänger, konsequent zu bleiben und alternative Verpflegungsmöglichkeiten rund um das Stadion und in der Stadt zu nutzen. Schließlich gibt es an jedem Spieltag unzählige Optionen, um sich zu stärken.

Mehr als nur ein protest – eine haltung
Die Aktion ist mehr als nur ein einmaliger Protest. Sie unterstreicht die grundsätzliche Ablehnung des Gladbacher Fanclubs gegenüber der Struktur und dem Geschäftsmodell von RB Leipzig. Die Fans machen deutlich: „Weder am Samstag noch irgendwann in der Zukunft: Spiele gegen RB Leipzig dürfen niemals zur Normalität werden!“
Die Verweigerung des Konsums in Leipzig ist somit ein symbolischer Akt, der die tiefe Unzufriedenheit der Gladbacher Anhänger mit dem Fußballbusiness widerspiegelt und einen weiteren Nagel in den Sarg der Kommerzialisierung treiben soll. Die Frage ist, ob diese Maßnahme tatsächlich spürbare finanzielle Einbußen für RB Leipzig verursacht, doch die Botschaft der Fans ist unmissverständlich: Sie wollen sich nicht mit der RB-Philosophie arrangieren.
