Gimenez will unbedingt ins derby gegen inter zurück

Vier Monate Pause, eine Operation in Amsterdam, Krücken, Physiotherapie – und trotzdem hat Santi Gimenez den 8. März bereits dick im Kalender markiert. Das Derby gegen Inter Mailand. Der 24-jährige Mexikaner will dabei sein. Koste es, was es wolle.

Ein traum namens derby

Vertrauten hat Gimenez in den letzten Tagen unmissverständlich klargemacht, was er sich vorstellt: Einwechslung, Tor, Sieg. Klingt nach Fantasie? Vielleicht. Aber wer Santi kennt, weiß, dass er solche Gedanken nicht als leere Träumerei meint. Er glaubt wirklich daran.

Heute steht eine entscheidende Kontrolluntersuchung am Knöchel an. Die wird zeigen, ob er überhaupt wieder mit der Mannschaft trainieren darf. Selbst wenn das grüne Licht kommt, braucht er noch Zeit – Reatletisierung, Rhythmus, Matchfitness. Im besten Fall sitzt er gegen Inter auf der Bank. Aber Gimenez? Der will mehr als nur zuschauen.

Was er über allegri denkt – und über den scudetto

Was er über allegri denkt – und über den scudetto

Gegenüber Freunden hat der Stürmer auch kein Hehl daraus gemacht, wie sehr er Massimiliano Allegri schätzt. Er vertraut dem Trainer, fühlt sich von ihm verstanden – gerade in den schwierigen Momenten dieser Saison. Und er hofft, dass Allegri ihn für das Derby nominiert. Nicht als Geste, sondern weil er helfen kann.

Zehn Punkte Rückstand auf die Tabellenspitze? Gimenez sieht das anders als die meisten. Er ist überzeugt: Ein Sieg im Derby öffnet die Meisterschaft wieder. Klingt verwegen. Aber dieser Mann hat schon öfter bewiesen, dass er mit Rückschlägen umgehen kann.

Die kritik hat ihn nicht gebrochen – sie hat ihn angetrieben

Die kritik hat ihn nicht gebrochen – sie hat ihn angetrieben

Zu Beginn der Saison erntete der Mexikaner Spott für vergebene Chancen. Statt einzuknicken, hat er die Kritik in Treibstoff verwandelt. Vier Monate lang: Kraftraum, Physiotherapie, immer wieder. Kein Alibi, kein Jammern.

Der AC Milan hat damals 32 Millionen Euro plus Boni für ihn hingeblättert. 7 Tore in 30 Spielen – das ist die Bilanz, die Gimenez selbst kennt und die er als unvollständig betrachtet. Moncada, Ibrahimovic und Furlani stehen hinter ihm. Die Frage ist, wann er das Vertrauen endgültig zurückzahlt.

Füllkrug macht ihm keine angst

Füllkrug macht ihm keine angst

Im Januar kam mit Niklas Füllkrug Konkurrenz. Gimenez zuckt mit den Schultern. Wer ihn kennt, weiß: Konkurrenz spornt ihn an, sie schreckt ihn nicht ab. Genauso wie im vergangenen Sommer will er sich seinen Platz beim Diavolo erkämpfen – auch für die nächste Saison.

Im Handy trägt er noch immer Fotos aus seiner Kindheit – das rote Trikot des AC Milan am Leib. Vier Monate Verletzungspause ändern keine Gefühle, die seit der Kindheit gewachsen sind. Und bis zum 8. März sind es noch ein paar Tage. Die nutzt Santi Gimenez – jeden einzelnen davon.