Giannelli zerlegt civitanova: perugia wirft die lube raus aus der arena
81 Minuten. Mehr brauchte Perugia nicht, um Civitanova in der Final-Auftaktpartie der Superlega mit 3:0 (25:19, 25:18, 25:21) vom Parkett zu fegen. 4.951 Zuschauer im PalaBarton hallten jeden Block, jeden Aufschlagwinner von Simone Giannelli mit – und spürten, dass die Serie schon nach dem ersten Satz eine Richtung hatte.
Giannelli dirigiert, ben tara demolliert
Der Nationalspieler schaltete sofort auf Playoff-Modus: 7 Punkte aus zweiter Linie, 3 Ass, null Fehler in Rezeption. „Wenn er den Geruch von Trophäen wittert, zieht er die Umhang-Kappe über“, sagte Coach Angelo Lorenzetti. Die Zahlen sprechen für sich: 16 Siege nacheinander, zuletzt verloren die Umbrier am 7. Februar. Und seit dem 16. November 2025 wartet daheim niemand mehr auf eine Heimniederlage. Civitanova? Kam nicht einmal in Führung, abgesehen vom 1:0 im dritten Durchgang – weil Semeniuk einen ersten Ball verlud.
Die Lube wirkte wie eingefroren. 11 Aufschlagfehler, nur 38 % Angriffseffizienz, kein Mittel gegen die gut abgestimmte Mittelblock-Formation Russo/Solé. „Wir haben nie Druck aufgebaut, nie den Rhythmus gefunden“, klagte Trainer Giampaolo Medei. Fabio Balaso feierte zwar seinen 400. Superlega-Einsatz – doch der Libero konnte die Schmach nicht süßen.
Lorenzettis makellose playoff-bilanz steht auf dem spiel
Der Coach hat mit Perugia alle acht Finalserien seit 2022 gewonnen. „Aber meine Jungs wissen: ein Sieg ist kein Scudetto“, warnte er. Tatsächlich erinnert sich jeder in Umbrien an 2023, als Civitanova nach 0:2 noch umdrehte. Giannelli nimmt den Warnschuss ernst: „Sie resetten schnell. Wir müssen sofort die Seite weiterschlagen.“
Die nächste Chance gibt’s am Sonntag um 18 Uhr wieder im PalaBarton. Sollte Perugia erneut gewinnen, wäre die Serie so gut wie gelaufen – denn in den vergangenen drei Jahren verlor Lorenzettis Team keine einzige Playoff-Partie mit 0:2-Rückstand. Civitanova muss also antworten, sonst wird aus dem Kampf um den Pokal eine Prozession.
