Giannelli beendet karriere als champion: ein abschied in würde
Torino – Ein Raunen ging durch die Inalpi Arena, als Simone Giannelli nach dem Champions-League-Sieg gegen Zawiercie das Mikrofon ergriff. Nicht nur die Freude über den historischen Triumph von Perugia, der gleichzeitig den Gewinn der Klub-Weltmeisterschaft und des italienischen Meistertitels besiegelte, stand im Vordergrund. Es war der Abschied von einer Legende, von Max Colaci, einem Mann, der das italienische Volleyball über Jahrzehnte geprägt hat.

Ein zyklus geht zu ende: giannelli über den historischen erfolg
„Es ist das Ende eines Zyklus, und wir könnten uns keinen besseren Abschluss vorstellen“, erklärte Giannelli sichtlich bewegt. „Was wir hier erreicht haben, ist einzigartig, selten. Es ist das Ergebnis jahrelanger harter Arbeit, von Siegen und Niederlagen, die uns stärker gemacht haben.“ Die Tatsache, dass eine italienische Mannschaft in 15 Jahren erstmals die Triple-Crown im Vereinsbereich holte, unterstreicht die historische Bedeutung dieses Erfolgs. Giannelli betonte, dass die Konzentration auf die Vergangenheit während der Finalspiele in Turin entscheidend war, um den Druck zu bewältigen und das Ziel zu erreichen.
Die Saison mit 50 Spielen und nur drei Niederlagen zeugt von einer außergewöhnlichen Dominanz. Besonders die Niederlage im Coppa Italia-Halbfinale gegen Verona diente als Weckruf. „Das war ein harter Schlag für uns, aber wir haben daraus gelernt und sind danach stärker zurückgekommen“, so Giannelli. Die technische Analyse der Partie offenbarte Schwächen, die das Team umgehend ausgemerzt hat.
Der Abschied von Max Colaci markiert das Ende einer Ära. Giannelli würdigte seinen Teamkollegen als „fantastischen Athleten und einen großartigen Menschen“, der stets eine Stütze war. „Es war eine Ehre, mit ihm spielen zu dürfen. Er hat seine Karriere würdevoll beendet, als Champion – das kann sich nicht jeder Sportler leisten.“
Mit dem Weggang Colacis steht Perugia vor einer neuen Herausforderung. Giannelli ist überzeugt, dass andere Spieler die Rolle des erfahrenen Mentors übernehmen müssen. „Max war zwar nicht aufdringlich, aber seine Erfahrung war unbezahlbar. Wir müssen uns anpassen und neue Führungspersönlichkeiten finden.“
Nun richtet sich Giannelli’ Blick auf die Europameisterschaft in Italien. Nach einer intensiven Saison wird er sich zunächst eine Pause gönnen, bevor er in die Nationalmannschaft zurückkehrt. „Ich würde sofort wieder spielen, aber mein Körper braucht eine Verschnaufpause. Außerdem gibt es viele junge, talentierte Spieler, die ihre Chance verdient haben.“
Obwohl Giannelli ein begeisterter Tennis-Fan ist und den Champions-League-Sieg im selben Stadion wie Jannik Sinner feierte, konzentriert er sich voll und ganz auf den Volleyball. „Jeder Sportler gibt sein Bestes in seinem Bereich. Wir denken an unser Team und unsere Ziele.“
Dieser Triumph ist nicht der schönste seiner Karriere. „Jeder Erfolg ist wertvoll, aber der nächste wird sicherlich der Schönste sein.“ Ein passender Abschluss für einen außergewöhnlichen Athleten, der mit Perugia die Volleyball-Welt im Sturm erobert hat.
