Giancarlo galavotti ist tot – eine legende des sportjournalismus geht
In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch ist Giancarlo Galavotti in Bangkok gestorben. 78 Jahre alt, wenige Tage vor seinem 79. Geburtstag. Dreißig Jahre lang war er der Mann, den der italienische Sportjournalismus in London hatte – und der einzige, den die Engländer wirklich respektierten.

Ein journalist, der brücken baute, ohne es je so zu nennen
Galavotti kam aus Imola. Wer aus Imola kommt und Anfang der 1980er Jahre nach London zieht, der tut das nicht aus Bequemlichkeit. Er tat es aus Hunger. Hunger nach Sprache, nach Geschichten, nach einem Land, das er liebte und gleichzeitig mit der Zeit immer schärfer kritisierte. Sein Englisch war makellos – so makellos, dass die selbstgefälligen Kollegen von Sun und Telegraph sagten: „Er spricht besser Englisch als wir.
