Getafe: neue saisonkartenpreise und große umbauarbeiten am stadion
Getafe CF hat die Preise für die Saisonkarten der kommenden Saison bekannt gegeben – verbunden mit einschneidenden Umbauarbeiten, die das Fanerlebnis erheblich beeinträchtigen werden. Die Anhänger müssen sich auf ein teilweise offenes Stadion und temporäre Platzverlegungen einstellen.

Umbau beeinträchtigt tribünenkarteninhaber
Unter dem Motto „Construyendo el futuro“ (Die Zukunft bauen) präsentiert der Verein eine Preisspanne von 160 bis 359 Euro für die Saisonkarten. Besonders betroffen sind die Inhaber von Tribünenkarten. Im Laufe der nächsten Tage beginnen umfangreiche Abrissarbeiten an der Hauptüberdachung und dem Dach des Stadions. „Ein Großteil der Saison wird das Stadion komplett offen sein“, teilt der Verein mit – ein Umstand, der das Spielerlebnis zweifellos beeinträchtigen wird. Die Karteninhaber der Tribüne müssen sich darauf einstellen, ihre Plätze vorübergehend zu wechseln, während die Bauarbeiten andauern.
Die Arbeiten werden zunächst den oberen Bereich der Seitensttribünen und den oberen Süd-Bereich betreffen, wo die Fans in der Saison 2025/26 bereits umgesiedelt werden mussten. Lediglich ein Abschnitt im Süd-Bereich wird unzugänglich sein, da dieser in den kommenden Monaten in eine neue Umkleidekabine und einen neuen Tribünenbereich umgewandelt wird. Die Fans können sich aber freuen, dass die oberen Bereiche der Seitensttribünen und des Süd-Bereichs nun wieder genutzt werden können.
Für die Conference League-Spiele wird der Verein den Karteninhabern bei der Ticketvergabe Priorität einräumen. Die Saisonkarten gewähren zudem Zugang zu den Spielen in der LaLiga EA Sports sowie zum Copa del Rey. Die Preise für die Karten an den Seitensttribünen liegen bei 350 Euro (Erwachsene) bzw. 220 Euro (Jugendliche), während die Karten im Süd-Bereich bei 330 Euro (Erwachsene) bzw. 160 Euro (Jugendliche) kosten. Der „Fondo Joven“-Bereich, der für Fans zwischen 1996 und 2012 (beide inklusive) zu einem Preis von 250 Euro angeboten wird, ist besonders bei der jungen Fangeneration beliebt.
Die Umbauarbeiten sind ein zweischneidiges Schwert. Einerseits verspricht der Verein eine moderne und verbesserte Infrastruktur. Andererseits müssen die Fans erhebliche Unannehmlichkeiten in Kauf nehmen. Die Entscheidung, das Stadion während der Bauarbeiten teilweise offen zu lassen, ist sicherlich umstritten, aber sie ermöglicht es dem Verein, die Arbeiten zügig voranzutreiben. Die Frage ist, ob die langfristigen Vorteile die kurzfristigen Nachteile aufwiegen werden.
Die Zahl 359 Euro – der Preis für die teuerste Saisonkarte – steht sinnbildlich für die Investitionen, die in die Zukunft des Vereins fließen. Ob diese Investitionen sich auszahlen werden, wird die Zeit zeigen. Fest steht jedoch, dass die Fans eine Geduldsprobe erleben werden, bevor sie die Früchte der Modernisierung ernten können.
