Gensheimer-raus? kretzschmar kritisiert löwen-entscheidung scharf!

Schock in Handball-Deutschland: Der Publikumsliebling und Handball-Star Uwe Gensheimer (39) ist nicht mehr Sportchef bei den Rhein-Neckar Löwen. Eine Entscheidung, die viele Fans und Experten gleichermaßen überrascht. Doch während der Verein offiziell von neuen Aufgaben für Gensheimer spricht, schießen die Zweifel an der Sinnhaftigkeit der Maßnahme hoch – und Handball-Legende Stefan Kretzschmar (53) lässt es in einem Dyn-Podcast wissen.

Ein abschied ohne logik?

Die Löwen kommunizierten die Neuigkeit am Karfreitag, ein Tag, der nun im Handball-Kalender einen bitteren Nachgeschmack hinterlässt. Gensheimer, der den Posten erst im vergangenen Jahr übernommen hatte, soll künftig im Scouting- und Internationalisierungsbereich tätig werden. Kretzschmar, bekannt für seine ungeschminkte Meinung, zeigt sich im „Kretzsche & Schmiso“-Podcast fassungslos: „Ich verstehe es nicht. Zusammen mit Patrick Groetzki ist er die Ikone des Vereins. Die beiden hätten den Verein in den nächsten Jahren prägen sollen.“

Die neue Jobbeschreibung? Ein Rätsel. Kretzschmar äußert zudem deutliche Zweifel an der Sinnhaftigkeit des neuen Aufgabenbereichs für Gensheimer. „Wie du den Job nennst, den Uwe Gensheimer da jetzt bekommt, ist auch scheißegal. Ich glaube, die Löwen wissen selber noch gar nicht, was das sein soll.“ Der Verweis auf ein „Scouting-Netzwerk“ wird von ihm ad absurdum geführt: „Uwe Gensheimer ist ein Scouting-Netzwerk. Er hat die letzten anderthalb Jahre nichts anderes gemacht. Wir sind nicht im Fußball, sondern im Handball. Das macht ein Mensch, das ist das Netzwerk, und fertig.“

Persönliche differenzen als auslöser?

Persönliche differenzen als auslöser?

Die Kritik des 53-Jährigen geht noch weiter. Er deutet an, dass die Entscheidung nicht rein sportlicher Natur sein kann. „Der Satz, wo ich wirklich kurz aufstoßen musste, war: ‚Die Entwicklung oder die Kaderzusammenstellung ist nicht zufriedenstellend, das machen andere Vereine besser.‘ Da frage ich mich: Wer macht das denn aktuell gerade so viel besser?“ Kretzschmar vermutet tieferliegende Probleme: „Was soll das? Warum macht man sowas? Es müssen persönliche Differenzen und Konflikte sein, die da mal wieder eine Rolle spielen.“

Die Löwen haben mit der Entmachtung Gensheimers ein Signal gesetzt, das im Handball-Fankreis für Unverständnis sorgt. Ob Trainer Maik Machulla (49), der kommissarisch die sportliche Planung übernimmt, die Lage in den Griff bekommt, bleibt abzuwarten. Die Frage, die sich nun stellt: Kann ein Verein, der seine eigenen Legenden vergrault, langfristig erfolgreich sein?