Geiger kämpft in val di fiemme um edelmetall – knappes rennen erwartet

Starker start für vinzenz geiger in val di fiemme

Der zweimalige Olympiasieger Vinzenz Geiger hat beim Wettbewerb von der Normalschanze in Val di Fiemme einen vielversprechenden Start hingelegt. Nach einem Sprung auf 98,0 Meter liegt er nur 29 Sekunden hinter dem führenden Esten Kristjan Ilves und geht als Achter in das entscheidende 10-km-Skilanglaufrennen. Das Rennen wird ab 13:45 Uhrlive auf ARD undEurosport übertragen.

Oftebro auf tuchfühlung

Oftebro auf tuchfühlung

Der norwegische Top-Läufer Jens Luraas Oftebro startet als Siebter direkt vor Geiger, nur eine Sekunde dahinter. Geiger zeigte sich kämpferisch: „Er ist direkt bei mir. Ich werde versuchen, an ihm dran zu bleiben. Am Schluss ist dann immer alles möglich. Es wird ein sehr hartes Rennen – mal schauen, was mein Körper hergibt.“

Deutsche hoffnungsträger auf den verfolgungsplätzen

Deutsche hoffnungsträger auf den verfolgungsplätzen

Auch die weiteren deutschen Athleten liegen vielversprechend im Rennen. Johannes Rydzek (+42 Sekunden) und der Team-WeltmeisterJulian Schmid (+43 Sekunden) folgen auf den Plätzen zwölf und dreizehn. Johannes Lamparter aus Österreich, der aktuelle Spitzenreiter im Weltcup, startet mit einem Rückstand von 21 Sekunden als Sechster.

Geigers knieprobleme scheinen überwunden

Geiger hatte am Vortag im Abschlusstraining aufgrund von Knieproblemen vorsichtshalber auf Sprünge verzichtet. Zum Glück sprang er am Wettkampftag weitgehend beschwerdefrei. Dies ist ein positives Signal für seine Chancen auf eine Medaille. Die Fans in Predazzo zeigten sich trotz des schlechten Wetters zahlreich und unterstützten die Athleten begeistert.

Deutsche erfolgsgeschichte auf der kleinen schanze

Die kleine Schanze in Olympia ist traditionell eine deutsche Domäne. Neben Vinzenz Geiger (2022) haben bereits Georg Hettich (2006), Eric Frenzel (2014 und 2018) Gold für Deutschland gewonnen. Vor 2002, als ausschließlich von der kleinen Schanze gesprungen wurde, holten Georg Thoma (1960), Franz Keller (1964) und Ulrich Wehling aus der DDR (1972, 1976, 1980) ebenfalls Goldmedaillen.

Zukunft der nordischen kombination ungewiss

Dieser Wettbewerb markiert den Start in wegweisende Winterspiele für die nordische Kombination, bei denen die Starterfelder reduziert wurden. Besonders brisant ist die Situation für die Kombiniererinnen, die gar nicht erst am Start stehen. Für die Olympia 2030 ist die Traditions-Sportart noch nicht gesetzt. Das IOC wird die Wettbewerbe in Val di Fiemme genau beobachten, um über die Zukunft der Kombination zu entscheiden.

Fans trotzen dem wetter

Trotz des trüben Wetters fanden sich am Mittwochmorgen erstaunlich viele Fans im Skisprung-Stadion von Predazzo ein und sorgten für eine tolle Atmosphäre. Das zeigt die anhaltende Beliebtheit der Nordischen Kombination und die Leidenschaft der Fans.