Gall hält kurs auf das podium: zeitfahren kein drama!

Salzburg – Felix Gall hat beim Giro d’Italia gezeigt: Er ist ein Kämpfer. Auch im Zeitfahren, einer Disziplin, die ihm traditionell nicht liegt, hat der Tiroler überzeugt und den Anschluss an die Top-Favoriten gehalten. Damit bleibt er im Kampf um das Podium fest verankert. Ein kleiner Schritt, der aber viel verspricht.

Die uhr tickt: gall im rennen um platz drei

42 Kilometer Einzelzeitfahren zwischen Viareggio und Massa – eine Geduldsprobe für jeden Zeitfahranfänger. Gall bewies jedoch, dass er sich entwickelt hat. Mit einem 33. Platz und nur 1:22 Minuten Rückstand auf Jonas Vingegaard konnte er mehr als gut leben. Nur Thymen Arensman und Derek Gee-West gaben als Klassementfahrer mehr Zeit ab. Angesichts der Tatsache, dass kein weiteres Einzelzeitfahren folgt, ist das eine entscheidende Stärke für den 28-jährigen.

„Die letzten 20 Minuten haben sich gezogen“, gestand Gall nach dem Rennen, „aber ich habe mein Bestes gegeben. Da war nicht mehr drin.“ Seine Worte spiegeln eine Mischung aus Erleichterung und professioneller Distanziertheit wider. Es ist klar: Gall hat sich gesteigert.

Mehr als nur zahlen: die form stimmt

Mehr als nur zahlen: die form stimmt

Gall selbst zeigte sich zufrieden mit seiner Leistung. „Ich bin kein großer Freund vom Zeitfahrrad“, so der Tiroler, „aber ich habe hart an meiner Position gearbeitet. Die Tests haben gezeigt, dass ich jetzt komfortabler sitze und gleichzeitig schneller bin.“ Diese Verbesserungen zeigten sich auch auf der Straße. Die Leistungsdaten der letzten Tage bestätigen: Gall befindet sich in Topform. Vor allem die Werte am Blockhaus – 6,4 Watt pro Kilo für 40 Minuten – sind beeindruckend. Das ist Leistung, die selbst erfahrene Sportler in Erstaunen versetzt.

Die kommenden Etappen, insbesondere die Anstiege nach Pila, Cari, Alleghe und Piancavallo, bieten Gall die perfekte Gelegenheit, seine Kletterstärke auszuspielen. Dort wird er Vingegaard und die anderen Favoriten auf die Probe stellen. Auch wenn der Däne aktuell eine komfortable Führung hat, ist Gall bereit, alles zu geben.

Es ist noch ein langer Weg bis nach Rom, aber Felix Gall ist auf dem richtigen Kurs. Seine Form stimmt, sein Wille ist ungebrochen und das Podium rückt näher. Es bleibt spannend, wie sich der Kampf um die Gesamtwertung entwickelt. Aber eines ist sicher: Felix Gall wird alles dafür tun, seine Chance zu nutzen.