Fussball-wm: usa politisiert turnier – iran klagt über visa-chaos
Ein ungewöhnlicher Vorwurf hallt durch die WM-Vorbereitungen: Teheran beschuldigt die USA, die Fussball-Weltmeisterschaft in Nordamerika durch politische Einflussnahme zu verändern. Die Situation droht, das sportliche Ereignis zusätzlich zu belasten, während der Iran verzweifelt versucht, seine Teilnahme sicherzustellen.

Diplomatischer druck überschattet wm-debüt
Laut Aussagen des iranischen Aussenministeriumssprechers Esmaeil Baqaei hat die Politik der Trump-Administration die WM in ein „hochgradig politisiertes“ Ereignis verwandelt. Der Vorwurf richtet sich gegen die vermeintliche „Feindseligkeit“ Washingtons gegenüber dem iranischen Volk und die Behinderung der Visabeschaffung für die Nationalmannschaft. Die FIFA-Regularien würden zudem missachtet, so Baqaei.
Die iranische Mannschaft ist bereits in Tijuana, Mexiko, eingetroffen, wo sie als strategischen Stützpunkt für ihre Spiele in den USA nutzen will. Fünfzehn Spieler und mehrere Teammitglieder warten noch immer auf die Freigabe für die Einreise in die Vereinigten Staaten – ein erhebliches Hindernis, da der Iran drei Gruppenspiele auf US-amerikanischem Boden bestreiten wird.
Das erste Spiel gegen Neuseeland in Los Angeles am 15. Juni steht unmittelbar bevor, gefolgt von Begegnungen gegen Belgien in Los Angeles am 21. Juni und Ägypten in Seattle am 27. Juni. Die Verzögerungen bei der Visabearbeitung bereiten dem iranischen Team erhebliche Schwierigkeiten.
Baqaei bedankte sich in der Pressekonferenz ausdrücklich bei Mexiko für die Unterstützung und die Bereitstellung einer Basis für die Nationalmannschaft. Die mexikanische Regierung hat sich als verlässlicher Partner erwiesen, während die US-Diplomatie offenbar Schwierigkeiten hat, die sportliche Neutralität zu wahren.
Die Situation zeigt deutlich, wie politische Spannungen auch vermeintlich neutrale Ereignisse wie die Fussball-Weltmeisterschaft beeinflussen können. Ob der Iran trotz der Hindernisse seine Spiele bestreiten kann, bleibt abzuwarten. Die Zuschauer dürfen sich jedoch auf ein hochspannendes Turnier freuen, das nicht nur sportliche Höchstleistungen, sondern auch diplomatische Intrigen verspricht.
