Fußball-streaming-kriminalität: europol schlägt neun netzwerke in internationaler razzia
Ein schwerer Schlag für illegale Streaming-Anbieter: Europol und die UEFA haben in einer gemeinsamen Operation neun kriminelle Netzwerke zerschlagen, die Fußballspiele illegal gestreamt haben. Mehr als 27.000 Streaming-URLs wurden abgeschaltet, ein deutliches Signal an alle, die versuchen, die Einnahmen des Fußballs zu stehlen.

Großangelegte razzien in mehreren ländern
Die Operation „Kratos 2“, eine Fortsetzung einer ähnlichen Aktion im Sommer 2024, umfasste 148 Durchsuchungen in verschiedenen EU-Mitgliedstaaten sowie im Vereinigten Königreich und den USA. Dabei wurden 86 Verdächtige identifiziert und 29 Personen festgenommen. Die beteiligten Strafverfolgungsbehörden haben ein beeindruckendes Netzwerk aufgedeckt, das sich auf die Verbreitung illegaler Streaming-Inhalte spezialisiert hatte.
Die UEFA unterstützt diese internationalen Maßnahmen nachdrücklich. „Der Schutz der Einnahmen aus den Medienrechten ist von entscheidender Bedeutung für die langfristige Stabilität und das Wachstum des europäischen Fußballs“, betonte ein Sprecher des Verbands. Die illegalen Streams untergraben nicht nur die finanziellen Grundlagen der Vereine und Ligen, sondern gefährden auch die Qualität des Wettbewerbs.
Die Zahl der abgeschalteten Streaming-URLs – 27.000 – verdeutlicht das Ausmaß des Problems. Es ist ein Wettlauf gegen die Zeit: Sobald eine URL blockiert wird, versuchen die Kriminellen, neue zu erstellen. Die Operation „Kratos 2“ zeigt jedoch, dass die Behörden entschlossen sind, diesen Kampf aufzunehmen und die illegalen Strukturen zu zerschlagen. Die bulgarische Polizei übernahm die Führung bei dieser wichtigen internationalen Initiative.
Die Bereitschaft zur Zusammenarbeit zwischen den Strafverfolgungsbehörden verschiedener Länder ist dabei ein Schlüssel zum Erfolg. Nur durch koordinierte Aktionen lassen sich solche grenzüberschreitenden Kriminalitätsstrukturen effektiv bekämpfen. Die UEFA hat hierbei eine wichtige Rolle gespielt, indem sie ihre Expertise und Ressourcen zur Verfügung stellte und die Zusammenarbeit förderte.
