Fußball-legende lucescu stirbt: trauer in rumänien und der welt

Bukarest – Eine Ikone des Fußballs ist gegangen: Mircea Lucescu, einer der erfolgreichsten und respektiertesten Trainer der modernen Fußballgeschichte, ist im Alter von 80 Jahren verstorben. Sein Tod, verursacht durch einen Herzinfarkt, reißt eine Lücke in der Welt des Sports und hinterlässt eine tiefe Trauer in Rumänien, der Türkei, der Ukraine und darüber hinaus.

Die letzte ehre: trauerfeierlichkeiten in bukarest

Die Anteilnahme ist riesig. Bereits am Mittwoch wurde Lucescus Sarg in der Nationalarena in Bukarest aufgebahrt, wo Tausende die Möglichkeit hatten, sich von „Il Luce“, wie er liebevoll genannt wurde, zu verabschieden. Die Trauerfeierlichkeiten dauern an. Am Donnerstag fanden weitere Zeremonien statt, bevor am Freitag ein feierlicher Trauergottesdienst abgehalten wird. Anschließend wird Lucescu im engsten Familienkreis auf dem Friedhof Bellu beigesetzt. Der rumänische Fußballverband rief dazu auf: „Alle, die Mircea Lucescu bewundert haben, sind herzlich eingeladen, ihm in der Nationalarena die letzte Ehre zu erweisen.“

Vor der Beisetzung werden militärische Ehren zelebriert, eine Würdigung für die besonderen Verdienste des Trainers, der über Jahrzehnte hinweg das europäische Fußballgeschehen prägte. Lucescu hinterlässt ein außergewöhnliches Erbe. Sein plötzlicher Tod, nur zwölf Tage nach seinem letzten Einsatz auf der Bank der rumänischen Nationalmannschaft im WM-Playoff-Halbfinale gegen die Türkei, hat die Fußballwelt schockiert. Er war mit 80 Jahren der älteste Nationaltrainer in der Geschichte der Weltmeisterschaft und sein Zusammenbruch vor dem Training offenbarte den Gesundheitszustand des Routiniers.

Die welt trauert um eine legende

Die welt trauert um eine legende

Die Beileidsbekundungen aus der Fußballwelt überschlagen sich. FIFA-Präsident Gianni Infantino sprach von einem „sehr traurigen Tag für den Fußball“, während UEFA-Boss Aleksander Ceferin Lucescu als „einen der ganz Großen des Fußballs“ würdigte, dessen Beitrag „kaum in Worte zu fassen“ sei. In Rumänien wird am Wochenende vor den Fußballspielen eine Schweigeminute eingelegt, ein Zeichen des Respekts und des Abschiedes von einer außergewöhnlichen Persönlichkeit.

Seine Karriere war geprägt von Erfolgen. Lucescu trainierte die rumänische Nationalmannschaft bereits von 1981 bis 1986 und kehrte 2024 zurück. Mit sechs verschiedenen Klubs in der Türkei, Rumänien und der Ukraine feierte er Meisterschaften. Der größte Triumph gelang ihm 2009 mit Schachtar Donezk, als er sensationell den UEFA-Pokal gewann – ein Erfolg, der bis heute in den Geschichtsbüchern des Fußballs gefeiert wird. Mircea Lucescu – ein Name, der für Leidenschaft, Erfolg und unvergessliche Momente im Fußball steht.