Fußball-finale in new york: coldplay-show verzerrt die spielzeit!

New York – Die Fußballwelt staunt, die Regeln werden gebogen: Das Finale am 19. Juli in New York droht, zur Dauer-Show zu werden. Während die Erfinder des Fußballs sich im Grabe umdrehen würden, wird die Spielzeit durch eine spektakuläre Halftime-Show erheblich verlängert – und das unter dem Deckmantel wohltätiger Zwecke.

Die 15-minuten-pause: eine reliquie der vergangenheit?

Die 15-minuten-pause: eine reliquie der vergangenheit?

Die Regel 7, die eine strikte 15-Minuten-Pause zwischen den Hälften vorschreibt, scheint in Vergessenheit geraten zu sein. Angesichts des amerikanischen Super-Bowl-Formats, mit dem Finale im MetLife Stadium, wird das Publikum nicht nur Fußball, sondern ein aufwendiges Spektakel geboten: Chris Martin von Coldplay dirigiert Madonna, Shakira und die Boyband BTS. Eine Initiative, die – und das ist zweifellos positiv – 100 Millionen Dollar für den Fifa Global Citizen Education Fund einwerben soll, wobei ein Dollar pro verkauftem Ticket gespendet wird.

Doch der Preis dafür könnte hoch sein. Während die Halbzeitshow beim Super Bowl kaum länger als 15 Minuten dauert, wird erwartet, dass die Show in New York etwa 30 Minuten dauern wird – das Doppelte des vorgesehenen Zeitrahmens. Eine erhebliche Verzögerung, die selbst in Italien, wo Vereine wie der AC Milan bereits für zu lange Pausen belangt wurden, für Stirnrunzeln sorgt.

Die BBC weigert sich: Ein Zeichen des Protests? Berichten zufolge könnte der britische Rundfunk, der als Wiege des Fußballs gilt, auf die Übertragung der Halftime-Show verzichten und stattdessen eine ausführliche technische Analyse mit Experten wie Shearer, Azpilicueta, Giroud und Rooney anbieten. Ein deutliches Statement gegen die Kommerzialisierung des Sports.

Die Frage ist: Wird das ein Ausnahmefall oder der Anfang einer neuen Ära? Wird die Halftime-Show zu einem festen Bestandteil des Fußballerlebnisses in Spanien, Portugal und Marokko, wenn die WM 2030 dort ausgetragen wird? Oder wird die Regel angepasst, um den Zeitverlust zu kompensieren? Schließlich dauern die Spiele bereits länger, nicht nur aufgrund der legitimen Nachspielzeiten, die für etwa 60 Minuten effektiven Spielzeit sorgen sollen.

Time-outs und Werbefenster: Ein Deal mit dem Teufel? Das WM-Turnier etabliert de facto Time-outs und Spiele in vier Vierteln. Drei Minuten Pause um die 22. Minute jeder Halbzeit – eine willkommene Gelegenheit zur Erfrischung und zur taktischen Beratung. Und natürlich für die Fernsehsender.

Selbst bei Sturmwarnungen – wie einst beim Chelsea-Benfica-Spiel, das aufgrund einer nicht eingetretenen Wetterkatastrophe verschoben wurde – werden die Pausen eingehalten. Der wahre Grund ist ein anderer: die Erschließung neuer Werbefenster im wichtigsten Sportereignis der Welt. Die Fernsehsender erhalten 2 Minuten und 10 Sekunden für Werbespots, beginnend 20 Sekunden nach dem Abpfiff der ersten Halbzeit und endend 30 Sekunden vor Beginn der zweiten Halbzeit. Insgesamt 4 Minuten und 20 Sekunden mehr Werbezeit pro Spiel – eine Summe, die sich in Millionen belief. Die