Fürths horror-rekord gegen elversberg: 0:6-schlappe schmerzt noch

Die SpVgg Greuther Fürth empfängt am Freitagabend den SV Elversberg – und die Zahlen sind so gnadenlos wie ein Faustschlag. Drei Mal Unentschieden, zwei Niederlagen, kein Sieg. Das 0:6 im Hinspiel steht wie ein Monolith im Vereinsannalen, die höchste Zweitliga-Pleite seit 23 Jahren. Punkt. Kein Witz, kein Trost.

Heikos hoffnungsträger trotz abwehr-chaos

Trainer Heiko Vogel darf sich mit Noel Futkeu und Daniel Srbeny ins Zeug legen. Futkeu traf in jedem dritten Spiel, Srbeny erzielte in den letzten beiden Heimspielen je einen Treffer. Doch die Defensive? 56 Gegentore nach 25 Spieltagen – das ist nicht nur Ligaschlusslicht, das ist ein offener Dauerbrenner. Letztmals so schlimm war 2001/02 der Babelsberger SV, damals stieg er ab.

Die Statistik nagt am Selbstvertrauen: Mit 11 Abschlüssen pro Partie geben die Fürther ligaweit die wenigsten Schüsse ab, kassieren dafür 15,6 – Platz zwei der peinlichen Rangliste. Wer so spielt, bittet regelrecht um Gegenstöße. Elversberg wird sich bedanken.

Elversberg reist als auswärts-biest an

Elversberg reist als auswärts-biest an

Vincent Wagners Mannschaft fährt mit 48 Punkten und Vereinsrekord nach Franken. Sieben Auswärtssiege bedeuten Spitzenwert gemeinsam mit Hannover 96, 26 Gegentore nur eine mehr als Spitzenreiter Schalke. Tom Zimmerschied sorgt mit fünf Vorlagen für kreative Impulse, seine zehn Zweitliga-Assists gesamt lassen ihn in die Top-Ten der SVE-Historie einziehen.

Die Saarländer lieben offene Schlagabtausche: In den letzten sieben Auswärtspartien trafen beide Teams. Für Fürth ist das ein Warnsignal, denn frühe Tore gehören zum Standardprogramm: In den fünf jüngsten Heimspielen fiel mindestens ein Treffer vor der Pause, in 42 Prozent sogar von beiden Seiten. Wer da nicht von Anfang an wach ist, wird weggedrückt.

Karten-prigan und die angst vor gelb

Karten-prigan und die angst vor gelb

Schiedsrichter Felix Prigan pfeift, und die Kartenflut ist programmiert. In den letzten zehn SVE-Auswärtsspielen gab es mindestens vier Verwarnungen, in den fünf direkten Duellen mit Fürth stets die erste Gelbe für die Franken. Disziplin wird zur Überlebensfrage – sonst droht der nächste historische Rückschlag.

Sky zeigt die Partie exklusiv, der Liveticker läuft bei Sport1. Doch egal ob TV oder Ticker, die Wahrscheinlichkeit spricht gegen Fürth. Die Zahlen sind lauter als jedes Motivationsvideo. Wenn Heiko Vogel heute den Kurs Richtung Rettung einschlagen will, muss seine Elf endlich die Abwehr verschließen – und endlich die eigene Geschichte umschreiben. Sonst bleibt der Sportpark Ronhof eine Bühne für Elversbergs nächsten Rekord.