Fürth kämpft: u23 hält sich im abstiegskampf!

Die Luft wird dünner in Fürth! Die U23 der SpVgg steht vor einer Zerreißprobe, rettet sich derzeit nur knapp vor dem Abstieg in die Bayernliga. Doch statt Panik zu verbreiten, scheint Interimstrainer Christian Fiedler den Schalter umgelegt zu haben – und das mit Erfolg.

Stabilisierung durch neue führung

Stabilisierung durch neue führung

Nachdem Roberto Hilbert das Ruder abgegeben hatte, übernahm Fiedler das Kommando. Und die Bilanz spricht für sich: Drei Siege und drei Niederlagen in sechs Partien unter seiner Leitung – ein deutlicher Unterschied zu Hilberts Amtszeit, in der lediglich dreimal die Punkte entgegengingen, und das über 25 Spiele hinweg. Das Kleeblatt-Team scheint unter dem neuen Coach spürbar stabiler zu werden.

Fiedler selbst betrachtet die Situation nüchtern: „Die bisherige Bilanz ist wechselhaft. Mit der Leistung der Jungs bin ich zufrieden, aber wir haben zu wenige Punkte geholt.“, so der Coach. Insbesondere die Ausrutscher gegen Unterhaching und in Nürnberg, wo ein Unentschieden durchaus möglich gewesen wäre, schmerzen.

Ein Debakel gegen Würzburg

Die 1:5-Klatschen gegen Würzburg ließ die Nerven blank liegen. Zwar hielten die Fürther Youngsters in der ersten Hälfte noch gut mit, egalisierten nach einem frühen Rückstand durch ein schönes Kombinationsspiel von Abrangao und Hack, doch dann folgte ein regelrechtes Desaster. Eine Kette von individuellen Fehlern führte zu einem deutlichen Rückstand, der in eine demütigende Niederlage mündete. „Natürlich haben wir gegen Würzburg alle Tore selbst verursacht“, räumt Fiedler ein, „aber ich habe den Jungs gesagt, lieber ein Spiel, in dem alles schiefläuft, als uns in den nächsten Wochen immer wieder einzelne Patzer zu leisten, die uns Punkte kosten.“

Die Ambitionen der U23 sind ehrgeizig: Der nächste Schritt in Richtung 2. oder 3. Liga soll es sein. Das bedeutet, sich auch gegen die Top-Teams der Liga beweisen zu müssen – so wie es beim 3:1-Auswärtssieg in Burghausen gelang. Dieser Sieg zeigt, dass in der Mannschaft Potential schlummert, das es nun gilt, zu entfesseln.

Das Damoklesschwert der 2. Bundesliga

Doch die Situation ist brisant. Steigt die Zweitligamannschaft in die 3. Liga ab, rutscht die U23 automatisch in die Bayernliga. Fiedler hat diesen Worst-Case-Szenario im Blick: „Wir würden weiter mit einer U 23 an den Start gehen, dann eben in der Bayernliga“, erklärt er, obwohl er sich natürlich einen anderen Ausgang wünscht. Sein Fokus liegt jedoch darauf, die Klasse zu halten – und zwar ohne den Umweg einer Relegation.

Die kommenden Aufgaben gegen Ansbach, Augsburg II und Vilzing sind machbar. Entscheidend wird das Derby gegen FCA am 33. Spieltag sein – ein direkter Vergleich, der alles entscheiden könnte. Mit einem optimistischen Blick in die Zukunft und einem Kader, der fast komplett an Bord ist (nur Yilmaz und Imeri fallen aus), geht Fiedler die verbleibenden Spiele an. Die Hoffnung stirbt zuletzt, und in Fürth lebt sie noch – mit dem festen Ziel, die Saison sicher und ohne Abstiegsangst zu beenden.