Füchse berlin vor harter bewährungsprobe in veszprem!

Die Handballer der Füchse Berlin stehen vor einer der größten Herausforderungen der Saison: Das Viertelfinal-Hinspiel in der Champions League gegen den ungarischen Serienmeister MKB Veszprem KC. Nach zwei knappen Siegen in der Gruppenphase erwartet das Team von Nicolej Krickau nun einen Gegner in Bestform und mit enormem Druck im Rücken.

Die ausgangslage: 50:50, aber mit feuer

Trainer Nicolej Krickau rechnet sich durchaus Chancen aus, in Köln ins Halbfinale einzuziehen, räumt aber ein, dass die Begegnung äußerst ausgeglichen ist: „Das wird brutal. Beide Mannschaften haben die gleiche Chance, nach Köln zu gehen. Die Chancen stehen 50:50. Aber natürlich wollen wir sehr gerne dahin.“ Der Gewinn des deutschen Pokals vor anderthalb Wochen dürfte den Berlinern zusätzlich Selbstvertrauen geben, doch auch Veszprem präsentierte sich in Topform und feierte ebenfalls einen Pokalsieg.

Ein Umbruch in Veszprem? Interessanterweise steht Veszprem unter erheblichem Erfolgsdruck. Nach einer enttäuschenden Gruppenphase, in der sie nur den fünften Platz belegten, drohten die Verantwortlichen mit Gehaltskürzungen. Geschäftsführer Bob Hanning berichtet von „Schreiben, in der die Mannschaft von ihrer Führung deutlichst angezählt worden ist.“ Diese Ereignisse dürften zu einem enormen Druck innerhalb des Teams geführt haben, was Krickau ebenfalls erwartet: „Man merkt, dass die unglaublich viel Druck haben. Ich erwarte deshalb ganz viel Feuer.“

Die vergangenheit und die warnung vor dem rückspiel

Die vergangenheit und die warnung vor dem rückspiel

Die bisherigen Duelle in der Gruppenphase gingen zwar mit 32:31 und 38:34 an die Füchse Berlin, doch Krickau warnt davor, sich zu sehr auf das Rückspiel in einer Woche zu verlassen: „Aber das ist jetzt eine andere Geschichte.“ Er betont die Wichtigkeit, von Beginn an präsent zu sein: „Man spricht oft über zwei Halbzeiten. Aber du musst da von Anfang an da sein.“

Die Abwehr von Veszprem hat sich in den letzten Wochen merklich stabilisiert, was Krickau ebenfalls hervorhob: „Die haben in den letzten Wochen deutlich ihr Niveau erhöht. Sie haben eine viel stabilere Abwehr.“ Die Berliner müssen also von der ersten Minute an konzentriert arbeiten, um die Ungaren nicht ins Schwimmen zu bringen und die Chance auf den Einzug ins Final4 in Köln zu wahren. Der Druck liegt zwar auf Veszprem, doch die Füchse müssen sich seinerzeit wehren und ihre Chance nutzen.

Die Partie verspricht ein Handball-Fest der Extraklasse zu werden, bei dem taktische Finesse, Leidenschaft und Kampfgeist entscheidend sein werden. Ob die Berliner die Aufgabe meistern und sich eine gute Ausgangsposition für das Rückspiel erspielen können, wird sich am Donnerstag zeigen.