Füchse berlin kämpfen sich ins pokalfinale – milosavljev: „ich bin tot!“,n
Berlin brodelte gestern Abend: Die Füchse Berlin sind im DHB-Pokalfinale! Nach einem nervenaufreibenden Halbfinal-Duell gegen den TBV Lemgo Lippe sicherten sich die Berliner mit einem knappen 39:36-Sieg die Ticket für das Endspiel. Ein Mann war an diesem Abend unverzichtbar: Torwart Dejan Milosavljev.
Die parade-maschine hält lemgo auf distanz
Milosavljev war schlichtweg überragend. 18 Paraden ließ er zu, und hielt so den TBV immer wieder vom Ausgleich ab. Besonders in der ersten Halbzeit, als die Füchse sich auf einen deutlichen 20:16-Vorteil machten, war der serbische Schlussmann ein Bollwerk. Die 19.750 Zuschauer in der Halle sahen ein hochspannendes Spiel, bei dem die Berliner zwar die numerische Unterlegenheit spürten („Wir haben gegen 15.000 Leute gespielt“, scherzte Milosavljev), aber mit Leidenschaft und Kampfgeist konterten.
„Lemgo ist eine Mannschaft mit neun Leben, wie eine Katze“, beschrieb Milosavljev nach dem Spiel die Hartnäckigkeit des Gegners. „Sie kämpfen immer bis zum Ende am Maximum. Das wissen wir. Heute müssen wir aber auch meiner Mannschaft gratulieren: Sie haben das am Ende 60 Minuten gut gemacht.“ Die Füchse mussten sich bis zum Schluss wehren, denn Lemgo kämpfte sich im zweiten Durchgang zurück ins Spiel und hatte mehrfach die Chance, den Ausgleich zu erzielen. Doch Milosavljev und seine Mannschaft hielten stand.

Man of the match: das team gewinnt!
Nach dem Schlusspfiff betonte der Serbe bei ARD-Mikrofon, dass er dem Team die Anerkennung überlassen möchte: „Meine Mannschaft ist der Man of the Match, wir zusammen.“ Eine Aussage, die seinen Teamgeist unterstreicht, und die auch die Leistung der Berliner Feldspieler widerspiegelt, die trotz einer anfänglichen Siebenmeter-Schwäche, die durch Milosavljevs Leistung kaschiert wurde, das Spiel kontrollierten.
Die Füchse haben nun nur 22 Stunden Zeit, um sich von diesem anstrengenden Spiel zu erholen. Im Finale, so Milosavljev, „müssen alle ein bisschen besser spielen, um Magdeburg oder den Bergischen HC zu schlagen.“ Denn eines ist klar: Der Pokalsieg ist noch nicht in trockenen Tüchern. Und Milosavljev, obwohl er nach dem Spiel gestand: „Ich bin tot“, wird alles geben, um seinem Team zum Erfolg zu verhelfen.
