Füchse berlin: dramatischer sieg in köln – finale der champions league in sicht!

Die Lanxess Arena bebte, als die Füchse Berlin dem SC Magdeburg im Halbfinale der Champions League einen packenden Kampf lieferten und sich schließlich mit 40:35 durchsetzten. Ein Sieg, der nicht nur die Ticket zum Finale bedeutet, sondern auch eine Revanche für die bittere Niederlage des Vorjahres darstellt.

Die nerven behalten: berlins triumph im entscheidenden moment

Die nerven behalten: berlins triumph im entscheidenden moment

363 Tage mussten die Fans der Füchse Berlin warten, um die Chance auf eine Revanche für das enttäuschende Finale des vergangenen Jahres zu bekommen. Und sie ließen sich diese nicht entgehen. Vor 20.122 Zuschauern entwickelte sich ein Handballspektakel, das von beiden Seiten mit großem Kampfgeist und beeindruckenden Offensivaktionen geprägt war. Magdeburg, angetrieben von einem weiteren Titelgewinn, hielt bis zum Schluss mit, doch Berlin bewies die größere mentale Stärke und entschied die Partie in den letzten Minuten für sich.

Die erste Halbzeit gehörte den Füchsen, die insbesondere durch die dänischen Rückraumstars Gidsel und Andersson glänzten. Ein Kempa-Tor von Andersson sorgte für einen frühen Höhepunkt (5:4/10.). Doch Magdeburg ließ nicht locker und kämpfte sich immer wieder zurück ins Spiel. Die Torhüter auf beiden Seiten hatten bis zur Pause jedoch kaum eine Rolle gespielt, was zu einem offenen Schlagabtausch führte.

Ein Schlüsselmoment war die Reaktion Berlins nach dem Ausgleich von Magdeburg (44.). Anstatt zu verunsichern, schalteten die Füchse einen Gang höher und sorgten für die Entscheidung. Matias Gidsel und Omar Ingi Magnusson waren mit je neun Toren die erfolgreichsten Werfer des Spiels und trugen maßgeblich zum Berliner Sieg bei.

Für Magdeburg bedeutet die Niederlage das Scheitern an der Titelverteidigung. Nach den Triumphen in den Jahren 2002, 2023 und 2025 verbleiben sie bei drei Titeln. Barcelona ist mit zwei aufeinanderfolgenden Titeln (2021 und 2022) der einzige Verein, der diese Leistung bisher geboten hat. Das Finale gegen den Sieger des zweiten Halbfinals zwischen Barcelona und Aalborg, in dem auch der deutsche Spielmacher Juri Knorr zum Einsatz kommt, verspricht ein weiteres Handball-Fest zu werden.

„Das ist ein Coin-Flip, das ist fifty-fifty“, hatte SCM-Coach Wiegert vor dem Spiel gesagt. Doch die Füchse Berlin haben bewiesen, dass sie bereit sind, diesen Flip zu gewinnen und um den begehrten Champions-League-Titel zu kämpfen.