Füchse berlin demütigen leipzig – ludwig: "ich hätte 20 paraden haben sollen!"
Ein Schlag ins Gesicht für den SC DHfK Leipzig: Die Füchse Berlin haben das Ost-Derby gestern Abend in einem geradezu einseitigen Spiel mit 39:26 entschieden. Während die Leipziger um ihre Form kämpfen, präsentierte sich Lasse Ludwig, der Berliner Nationaltorhüter, in Glanzform – und zeigte nach dem Spiel eine bemerkenswerte Bescheidenheit.
Die abwehr von leipzig komplett versagte
Von einem erfolgreichen Spiel können die Sachsen jedenfalls nicht sprechen. Moritz Preuss, sichtlich frustriert, bilanzierte nach der Partie: "Es hat überall gefehlt, in Berlin gefährlich werden zu können. Wir sind nicht in die Zweikämpfe in der Abwehr gekommen, das Spiel mit den Torhütern hat nicht funktioniert und wir sind nicht in unser Tempospiel gekommen." Der Ausfall von Franz Semper, einem Schlüsselspieler, wog besonders schwer. Seine kurzfristige Absage schlug eine tiefe Furche in die Leipziger Angriffsstrategie.
Die Leipziger müssen nun versuchen, die Niederlage schnell zu verdauen und den Blick nach vorne zu richten. "Wir müssen versuchen, das Spiel schnellstmöglich zu vergessen“, betonte Preuss. Die positive Energie der vergangenen Wochen scheint nach diesem Debakel verflogen.

Ludwig im siegesrausch – und trotzdem unzufrieden
Auf Berliner Seite war es Lasse Ludwig, der das Spiel maßgeblich prägte. Mit 19 Paraden sicherte er seinem Team zahlreiche Male den Erfolg und bewies einmal mehr seine Klasse. Was für eine Leistung! Nach dem Spiel gönnte sich der Nationalspieler einen kleinen Scherz: "Ich hatte ein tolles Osterfrühstück. Meine Familie ist hier, meine Freunde leider nicht. Aber meine Eltern, ganz viele Freunde aus der Heimat. Deshalb freut es mich umso mehr, dass ich denen auch ein schönes Osterfest bestellen konnte. Gibt es eigentlich etwas, was noch besser laufen könnte? Ja, dass ich nicht 20 Paraden hatte!"
Diese selbstironische Bemerkung zeigt den hohen Anspruch, den sich Ludwig selbst setzt. Seine Leistung war zweifellos herausragend, und die Füchse Berlin können sich glücklich schätzen, einen Torhüter dieser Qualität in ihren Reihen zu haben. Die Leipziger hingegen stehen vor der Aufgabe, sich schnell zu erholen und ihre Abwehr zu stabilisieren, um in den kommenden Spielen nicht erneut so deutlich unterzugehen. Der Fokus liegt nun auf dem Donnerstag – ein neuer Tag, eine neue Chance.
