Fritz und tiafoe: alles-amerikaner-finale in halle!
Das Rasentennis in Halle hat eine dramatische Wendung genommen: Taylor Fritz und Frances Tiafoe werden sich im Finale des ATP 500 Turniers gegenüberstehen – ein rein amerikanisches Duell, das Tennis-Fans begeistern dürfte. Dabei hätte es für Flavio Cobolli in der Doppelkonkurrenz auch noch zu mehr reichen können.
Cobolli und shelton verpassen den titelgewinn knapp
Die Hoffnungen auf einen deutschen Erfolg im Doppel wurden jäh enttäuscht. Flavio Cobolli, der Finalist von Roland Garros, und sein Partner Ben Shelton verloren ein hochspannendes Match gegen das deutsche Duo Altmaier und Fonseca. Ein Match, das dem Zuschauer den Atem raubte, endete erst im Supertiebreak des dritten Satzes mit 7-6 (6), 6-7 (14), 11-9. Besonders der zweite Tiebreak, der stolze 30 Punkte umfasste, war ein Nervenkrimi, in dem Cobolli und Shelton unglaubliche vier Matchbälle abwehrten, bevor sie schließlich dem Gegner zum Sieg verhalfen. Cobolli zeigte zwar eine gute Leistung, doch das Pech war ihm hold. Er blickt nun optimistisch auf seine anstehenden Aufgaben, insbesondere die Hoffnung auf eine erfolgreiche Teilnahme an den Viertelfinals von Wimbledon 2025.

Fritz dominiert gegen zverev
Taylor Fritz präsentierte sich in seiner Vorschlussrundenpartie gegen Alexander Zverev in Topform. Nach einem müden ersten Satz, der mit 6-7 (4) an Zverev ging, übernahm Fritz die Kontrolle und gewann die folgenden Sätze mit 6-4 und 7-5. Ein kleiner Rückenverletzung beeinträchtigte Zverevs Leistung, doch er kämpfte bis zum Schluss. Für Fritz war es der siebte Sieg in Folge gegen den Deutschen, ein Ergebnis, das angesichts seiner aktuellen Form kaum überrascht. Er war bereits am Tag nach einer weiteren langen Partie (2 Stunden und 45 Minuten) und einer Aufholjagd gegen Ben Shelton, bei der er Matchbälle abwehrte, in der Lage, diese Leistung zu erbringen.
Der Kalifornier, der Nummer 9 der Weltrangliste und Nummer 5 der Setzliste, hat sich nun die Chance erarbeitet, seinen siebten Karrieretitel zu feiern, den siebten auf Rasen und den zweiten in Folge nach Stuttgart. Nur Roger Federer schaffte es zuvor, in derselben Saison sowohl das Finale in Stuttgart als auch das in Halle zu erreichen.

Tiafoe setzt sich durch
Im zweiten Halbfinale setzte sich Frances Tiafoe souverän gegen Daniel Altmaier mit 6-1, 6-3 durch. Tiafoe verlor keinen einzigen Satz und nutzte vier Breakbälle geschickt aus, um den Sieg sicherzustellen. Es ist für ihn das zwölfte Finale seiner Karriere, das vierte in einem ATP 500 Turnier und das zweite in diesem Jahr, nachdem er in Acapulco gegen Flavio Cobolli verloren hatte.
Die direkten Duelle zwischen Fritz und Tiafoe sprechen klar für Fritz, der bisher 7 von 8 Matches gewonnen hat. Das letzte Aufeinandertreffen fand im Jahr 2016 in Indian Wells statt, und seitdem hat Tiafoe keine Chance gegen den Kalifornier gehabt.

Cerundolo und paul im queen’s finale
Auch im Queen’s Club Championship in London steht ein spannendes Finale an. Francisco Cerundolo aus Argentinien und Tommy Paul aus den USA werden um den Titel kämpfen. Cerundolo setzte sich in einem dramatischen Match gegen Brandon Nakashima mit 6-7 (5), 6-3, 6-4 durch, während Paul Ugo Humbert mit 6-3, 6-3 besiegte.
Die Begegnung zwischen Fritz und Tiafoe verspricht ein hochklassiges Duell auf Rasen zu werden, und beide Spieler haben in dieser Saison bereits bewiesen, dass sie auf diesem Untergrund zu den Top-Favoriten gehören. Hinter Jannik Sinner werden sie bei Wimbledon sicherlich eine wichtige Rolle spielen.
