Friburgs manzambi: der nächste bellingham-schock?
Während der FC Bayern München sich ins Felseneck manövriert, flüstert die Bundesliga einen neuen Namen: Johan Manzambi. Der 20-jährige Schweizer Mittelfeldspieler aus Freiburg hat in den letzten Wochen eine beeindruckende Entwicklung gezeigt und weckt Erinnerungen an Jude Bellinghams Durchbruch beim BVB – allerdings mit einem ganz eigenen Profil.

Die suche nach dem neuen bellingham
Viele Real-Madrid-Fans sehnen sich nach der explosiven Energie, die Jude Bellingham einst in die Bundesliga einbrachte. Ein junger Spieler, der das Mittelfeld dominierte, Tore erzielte und ständig Gefahr ausstrahlte. Doch der Fußball ist in Bewegung, und wo Bellingham aufhört, da fängt Manzambi an. Der Aufstieg des jungen Schweizers ist geradezu atemberaubend.
Noch Anfang 2023 war Manzambi kaum ein Begriff. Seine ersten 11 Einsätze für Freiburg unter Julian Schuster blieben fast unbemerkt. Doch dann kam der Ruf von Nationaltrainer Murat Yakin, der ihn im Juni für die Schweizer Nationalmannschaft nominierte. Ein Debüt, das Manzambi mit einem Tor und einer Vorlage gegen die USA krönte. Das war der Startschuss für eine rasante Karriere.
Ein Box-to-Box-Spieler mit Torinstinkt
In dieser Saison hat sich Manzambi im Doppel-Sechs-System von Freiburg fest etabliert und kommt auf beeindruckende 33 Einsätze in der Startelf. Seine Bilanz von fünf Treffern und sieben Assists spricht für sich. Was ihn von Bellingham unterscheidet, ist sein ausgeprägter Torinstinkt und seine Fähigkeit, das Spiel nach vorne zu treiben. Er ist kein reiner Spielgestalter, sondern ein dynamischer Mittelfeldmotor, der Räume gewinnt und Chancen kreiert.
Seine Stärken liegen in der aggressiven Zweikampfführung, der blitzschnellen Balleroberung und der überraschenden Torgefahr aus dem Mittelfeld. Gegen den FC Bayern am vergangenen Wochenende erzielte er mit einem präzisen Schuss das 1:0, ein Beweis für seine Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor. Im Europa-League-Spiel gegen Celtic war er mit 83 Ballaktionen, 44 erfolgreichen Pässen und elf gewonnenen Zweikämpfen der unbestrittene Dreh- und Angelpunkt im Mittelfeld.
“Es ist ein verdienter Sieg. Sie waren überlegen und haben ein höheres Tempo gespielt”, kommentierte Celta-Trainer Claudio Giráldez nach dem Spiel, ein klares Zeichen dafür, wie Manzambi seine Gegner vor Herausforderungen stellt.
Davids-Vergleich und der Blick nach Europa
Sportdirektor Klemens Hartenbach vom SC Freiburg vergleicht Manzambi sogar mit dem ehemaligen Nationalspieler Edgar Davids. “Wenn wir vor Jahren einen Hitzebild-Scan von Davids gemacht hätten, würden wir ähnliche Bewegungsmuster sehen”, so Hartenbach. Ein Vergleich, der die Explosivität und das unberechenbare Spiel von Manzambi unterstreicht. Der junge Schweizer hat bereits das Interesse von Top-Klubs aus der Premier League, dem FC Bayern und Paris Saint-Germain geweckt. Sein Marktwert ist auf 35 Millionen Euro gestiegen.
In einem WM-Jahr, in dem er sich als Schlüsselspieler der Schweizer Nationalmannschaft etabliert hat, wird Manzambi Freiburg wohl verlassen. Sein Wechsel könnte die 25 Millionen Euro übersteigen, die der FC Brentford für Vincenzo Grifo zahlte. Die Bundesliga hat einen neuen Star geboren, und sein Name ist Johan Manzambi: Ein Spieler, der die nächste Generation von Mittelfeldspielern prägen könnte. Und wer weiß, vielleicht ist er ja bald in Madrid zu sehen – als Gegner, nicht als Verstärkung.
