French open: lys fordert mehr preisgeld – spieler drohen mit protest

Paris – Die Diskussion um die Preisgelder bei den Grand-Slam-Turnieren spitzt sich zu. Tennisstar Eva Lys hat sich nun klar zur Forderung der Spieler nach einer Erhöhung geäußert und signalisiert damit Unterstützung für mögliche Protestaktionen. Die Stimmung im Vorfeld der French Open ist angespannt.

Ein kampf um faire verteilung

Ein kampf um faire verteilung

Die aktuellen Preisgelder verteilen sich auf lediglich 15 Prozent der Einnahmen der vier wichtigsten Turniere des Jahres. Für viele Spieler, insbesondere diejenigen, die in den frühen Runden ausscheiden, bedeutet dies eine deutlich geringere Entschädigung. Die Forderung nach 22 Prozent ist daher nachvollziehbar, so Lys in einem Interview mit dem SID.

Um ihre Forderungen untermauern zu können, erwägen die Spieler, ihre Redezeit bei den Pressekonferenzen vor Turnierbeginn auf 15 Minuten zu beschränken. Eine deutliche Geste, die zeigt, dass sie bereit sind, für ihre Interessen einzustehen. Bereits zuvor hatten Größen wie Alexander Zverev, Aryna Sabalenka und Jannik Sinner in einem offenen Brief an die Veranstalter ihren Unmut geäußert.

Boris Becker, der dreifache Wimbledon-Sieger und aktueller Eurosport-Experte, unterstützt die Spieler in ihrem Anliegen. „Eine Tenniskarriere kann morgen vorbei sein. Eine erfolgreiche Tenniskarriere dauert – mit wenigen Ausnahmen – nur ein paar Jahre“, betonte Becker. Die Notwendigkeit, an die Zukunft zu denken, sei daher von größter Bedeutung.

Amélie Mauresmo, Turnierdirektorin der French Open, räumte ein, dass die aktuelle Situation belastet, betonte aber auch, dass sich das Preisgeld in den letzten zehn Jahren verdoppelt habe. Insgesamt werden in Paris 61,7 Millionen Euro ausgeschüttet, wobei die Sieger der Einzelkonkurrenzen jeweils 2,8 Millionen Euro erhalten. Die Verlierer in der ersten Runde müssen sich hingegen mit 87.000 Euro zufrieden geben.

Die Spieler zeigen mit ihrem Protest, dass sie nicht länger bereit sind, eine ungerechte Verteilung der Einnahmen hinzunehmen. Ob die Veranstalter nun einlenken werden, bleibt abzuwarten. Doch eines ist klar: Der Druck auf die Verantwortlichen steigt.